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Fernsehen

The Good Place: Auch schlechte Menschen kommen in den Himmel

The Good Place ist eine Sitcom über eine furchtbar egoistische Frau, die durch einen dummen Zufall im Himmel statt in der Hölle landet. Die Serie feierte am 08.02.2018 ihre Free-TV-Premiere auf sixx. Hier erfahrt ihr alles, was ihr über die Sitcom aus dem Jenseits wissen müsst.

Eines Tages erwacht Eleanor in einem sonderbaren Büro, wo sie ein weißhaariger Mann namens Michael begrüßt: „Sie sind tot und in der nächsten Phase ihrer Existenz im Universum.“ Aber keine Sorge, versichert er ihr: „Sie sind hier bei den Guten.“ Eleanor war bei dem Versuch gestorben, eine Flasche Margarita-Mix auf dem Supermarktparkplatz aufzuheben, als sie erst von einer Kolonne Einkaufswagen und dann einem Traktor überrollt wurde.

Als erfolgreiche Umweltaktivistin hat sich Eleanor definitiv einen Platz im Paradies verdient, versichert ihr Michael. Sie bekommt ein eigenes Haus und ihren Seelenverwandten zugewiesen. Das einzige Problem: Eleanor war weder erfolgreich noch Umweltaktivistin. Der Himmel hat einen Fehler begangen, den Eleanor allerdings ungern korrigieren möchte. In Wahrheit hat sie zu Lebzeiten nämlich nicht gerade viele Karma-Punkte gesammelt.

Wer steckt hinter der Serie?

Der US-Sender NBC stand jahrzehntelang für die besten Comedy-Serien im Fernsehen. Hit-Sitcoms wie Seinfeld, Friends, Scrubs, 30 Rock und Parks and Recreation waren hier zu Hause. In den letzen Jahren geriet der Sender aber zunehmend in Bedrängnis. Keiner der Neustarts wollte so recht zünden. Konkurrenten im Internet wie Netflix und Amazon Prime wurden dagegen als das bessere Fernsehen gefeiert. Sender-Rivale CBS konnten dagegen mit The Big Bang Theory weiterhin ein Millionenpublikum anziehen. Und Netflix machte die seinerzeit von NBC abgelehnte Sitcom Unbreakable Kimmy Schmidt zum Erfolg.

Mit The Good Place scheint der Sender nun erstmals seit dem Ende von 30 Rock im Jahre 2013 und Parks and Recreation im Jahr 2015 eine neue Hit-Sitcom kreiert zu haben. Kein Wunder, hinter der Serie steckt auch Michael Schur. Der Serienmacher kreierte schon den amerikanischen Ableger von Das Büro, Parks and Recreation und Brooklyn Nine-Nine.

Wer sind die Hauptfiguren?

Wie bei den anderen Serien von Michael Schur besteht das Ensemble aus einer Reihe von liebenswürdig-skurrilen Charakteren.

Kristen Bell ist Eleanor

Die Protagonistin Eleanor Shellstrop wird von Kristen Bell verkörpert, die aus der Teenie-Detektivserie Veronica Mars bekannt ist. Ihre Eleanor muss im Laufe der Staffel lernen, was es heißt, ein guter Mensch zu sein. Denn selbstloses Handeln und Nächstenliebe waren ihr zu Lebzeiten unbekannt.

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Eleanor (Kristen Bell) kommt im Jenseits an ©NBC

Als schwarzes Schaf unter den scheinbaren Gutmenschen des Paradieses muss sie  aufpassen, dass sie nicht auffliegt. Als mitten in der idyllischen Landschaft plötzlich die Erde aufreißt und einen tiefen Krater hinterlässt, ist Eleanor überzeugt, selbst Schuld daran zu sein und tut alles, um es zu vertuschen.

Ted Danson ist Michael

Nach seiner Paraderolle als Bar-Besitzer Sam Malone in Cheers, langjähriger Hauptrolle im CSI-Franchise und verschiedenen Rollen in Bored to Death, Damages und Fargo spielt das Serien-Urgestein Ted Danson nun Michael, den Architekten des Good Place.

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Michael (Ted Danson) hat alles unter Kontrolle ©NBC

In Michaels Paradies wird jeder Neuankömmling mit seinem Seelenverwandten verkuppelt. Es gibt Frozen Joghurt in unzählbar verschiedenen Sorten und Flugstunden wie im Traum. Er selbst tritt als gottähnlicher Mentor auf, der alles im Griff hat. Doch dann gerät sein Paradies aus den Fugen, es fliegen riesige Shrimps durch die Luft und ein riesiger Krater bedroht die Bewohner des Good Place.

William Jackson Harper ist Chidi

Mit der Rolle des Chidi Anagonye hat William Jackson Harper seine erste größere Serienrolle gelandet. zuvor war er als Gaststar in Serien wie Person of Interest und 30 Rock zu sehen. 2016 fiel er als liebestrunkener Everett in Jim Jarmuschs Paterson auf.

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Chidi (William Jackson Harper) ist Eleanors Seelenverwandter ©NBC

Sein Chidi war zu Lebzeiten Ethik-Professor. Im Jenseits wird er Eleanor als Seelenverwandter vorgestellt und beginnt, ihr ethisches und moralisches Handeln beizubringen. Allerdings ist das nicht wie sich der chronisch unentschlossene Nerd Chidi das Paradies vorgestellt hat.

Jameela Jamil ist Tahani

Die Rolle der überaus perfekten Tahani Al-Jamil wird von Jameela Jamil gespielt. Die Britin ist als Fernsehmoderatorin bekannt geworden. In The Good Place gibt sie ihr Schauspiel-Debüt – als hätte sie nie etwas anderes gemacht.

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Tahani (Jameela Jamil) und ihr Seelenverwandter ©NBC

Tahani wuchs in der britischen Oberschicht auf. Sie genoss die beste Bildung, trank die besten Champagners und umgab sich mit den Reichen und Schönen. Trotz vieler Talente stand sie aber schon immer im Schatten ihrer Schwester Kamilah, die noch ein bisschen talentierter, ein bisschen erfolgreicher war als sie.

Manny Jacinto ist Jason

Manny Jacinto tauchte wie William Jackson Harper bisher vor allem in Gastrollen verschiedener Serien wie The 100, Bates Motel und The Good Doctor auf. In The Good Place wird er zunächst als stummer Mönch Jianyu vorgestellt. Allerdings liegt wie bei Eleanor auch hier ein Irrtum vor. Eigentlich heißt er Jason Mendoza und war DJ, der gefälschte Drogen an Studenten vertickte. Ebenfalls wie Eleanor will er sein Geheimnis nicht auffliegen lassen.

D’Arcy Carden ist Janet

D’Arcy Carden kommt aus der Comedy-Szene von L.A. Ihre Karriere begann im Impro-Theater. Seitdem spielte sie immer wieder kleinere Rollen in Sketch-Comedy-Serien. Vor The Good Place hatte sie eine kleinere Rolle in der Comedy-Serie Broad City.

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AI-Assistentin Janet (D’arcy Carden) ©NBC

Sie spielt Janet, die künstliche Intelligenz, die den Good-Place-Bewohnern als Wikipedia und Siri auf zwei Beinen dient.

Was sagen die Kritiker?

NBC hat The Good Place inzwischen für eine dritte Staffel verlängert. Das liegt nicht nur an den soliden Quoten, sondern am Kritikerlob. Die 1. Staffel steht bei Rotten Tomatoes bei 91 Prozent. Die 2. Staffel sogar bei 100 Prozent. Vulture beschreibt die Serie als Mischung aus dem „smarten, charakter-getriebenen Humor von Parks and Recreation, der Erzählweise von Lost und einem Schuss des Zaubers von Pushing Daisies.“

Indiewire merkt zu Recht an, dass die ersten Episoden noch zu formelhaft sind, um wirklich zu fesseln. Allerdings kann The Good Place durch eine optimistische Grundhaltung, witzige Charaktere und absurden Humor überzeugen. Und was die Kritiker nach ihren Reviews nach nur wenigen Folgen natürlich nicht wussten: Am Ende der Staffel wartet ein Twist auf die Zuschauer, der Staffel 2 in ganz neue Sphären katapultiert.

Wem wird The Good Place gefallen?

Auch wenn es ein paar Folgen braucht, bis aus den eindimensionalen Stereotypen abgerundete Charaktere werden, findet man sich ziemlich gut in dem Universum von The Good Place zurecht. Mit 20 Minuten hat die Serie eine typische Sitcom-Laufzeit. Allerdings ist die Staffel etwas serieller erzählt als etwa die episodenhaften Polizei-Abenteuer in Michael Schurs anderer Serie Brooklyn Nine-Nine.

So gesehen ist The Good Place etwas für Fans von kurzweiliger Unterhaltung und komplexeren Mystery-Serien. Denn das Paradies hat ein paar Macken und ist nicht genau so wie es sich zunächst präsentiert.

Wo läuft The Good Place?

Die Serie startet am 08. Februar 2018 als Free-TV-Premiere auf dem Spartensender sixx. Immer donnerstags strahlt der Sender ab 22.15 Uhr eine Doppelfolge aus. Gleichzeitig ist Staffel 1 für Maxdome-Abonnenten verfügbar.

Staffel 2 ging letzte Woche in den USA zu Ende. In Deutschland startet sie auf dem Pay-TV-Sender ProSieben Fun am 17. Februar 2018 um 18.45 Uhr.

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Autor(in): Juliane Görsch
Mit Animes im Nachmittagsprogramm von RTL II fing damals alles an. Seitdem lassen mich Filme, Serien und Popkultur nicht mehr los. Als Journalistin habe ich über Wissenschaft, Digitales und Nerdkram geschrieben. Bei Quadratauge kehre zu meinen Film-Wurzeln zurück.

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