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Serien

Per Kalauer durch die Galaxis: 5 lustige Sci-Fi-Serien

Die Star Trek-Hommage The Orville von Seth MacFarlane feiert bald ihre Free-TV-Premiere auf ProSieben. Wer sich die Wartezeit verkürzen will, dem präsentieren wir weitere lustige Alternativen.

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Gute Science-Fiction muss nicht immer so düster sein wie die erschreckend realen Zukunftsvisionen eines Black Mirror. Das beweisen diese fünf Serien-Formate, die einem Filmklassiker wie Spaceballs in nichts nachstehen.

The Orville

Mit The Orville hat Family Guy-Schöpfer Seth MacFarlane eine Hommage an seine Lieblingsserie schaffen wollen: Star Trek. Die Comedy-Serie wandelt auf dem schmalen Grat zwischen typischem, albernen MacFarlane-Humor und Verbeugung vor dem Genre. Dafür hagelte es harte Kritik. Kaum ein Journalist konnte etwas mit dem merkwürdigen Mix aus Ernst und Spaß anfangen. Die Zuschauer dafür umso mehr: Für den US-Sender FOX war The Orville der erfolgreichste Serienneustart seit Empire im Jahr 2015.

Die Prämisse ist schnell erzählt: Es ist das Jahr 2417. Die menschlich-außerirdische Crew des Forschungsraumschiffs Orville fliegt durch den Weltraum, um wie bei Star Trek dahin zu gehen, wo noch kein Mensch vorher war. Das Kommando übernimmt Ed Mercer (Seth MacFarlane), der gerade eine Scheidung hinter sich hat. Zu allem Übel wird ihm ausgerechnet seine Ex-Frau als erste Offizierin zugeteilt.

Wegen des Zuschauererfolgs ist es nicht sehr verwunderlich, dass FOX schon eine zweite Staffel bestellt hat. Statt zwölf werden es mindestens 14 neue Episoden sein. Allerdings ist MacFarlane das Kritiker-Echo nicht ganz egal. Auf einer Presseveranstaltung der Television Critics Association sagte er Anfang Januar:

Der Ton war der experimentellste Teil [von Staffel 1]. Wir haben gelernt, dass wir etwas tiefer in die Science-Fiction eintauchen können und uns nicht so viel Gedanken darum machen müssen, jede Seite einen Gag rauszuhauen.

Der Humor komme, wie er komme, so MacFarlane. Bei einer einstündigen Show wolle man in Staffel 2 auch wirklich sichergehen, dass das Storytelling stimme.

The Orville lief vom 27. Februar 2018 bis zum 8. Mai auf ProSieben.

Rick and Morty

„I’m Pickle-Rick!!”, Szechuan-Sauce, „Wubba Lubba Dub Dub” – Die Animationsserie Rick and Morty wimmelt nur so vor Insider-Gags und Catchphrases. Wer sich zu den Fans der Serie zählt, wird wissen, wovon wir reden. Drei Staffeln gibt es inzwischen, die von den intergalaktischen Abenteuern des genialen, aber leicht gestörten Wissenschaftlers Rick Sanchez, seinem pubertierenden Enkel Morty und dessen dysfunktionaler Familie erzählen.

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Rick mit seinen Enkeln Summer und Morty ©Adult Swim

Kreiert wurde die Serie von Dan Harmon und Justin Roiland. Harmons Serie Community genießt ebenfalls Kultstatus und lief von 2009 bis 2014 auf dem US-Sender NBC. Roiland ist vor allem als Synchronsprecher in ähnlich abgedrehten Serien wie Adventure Time und Gravity Falls bekannt.

Die beiden Titelcharaktere müssen gegen virtuelle Realitäten ankämpfen, gegen Mensch-Insekten-Hybride wie aus einem David Cronenberg-Film und treffen sich selbst in unendlichen Paralleldimensionen. Eine vierte Staffel ist zwar angedacht, die Produktion zieht sich aber erfahrungsgemäß immer einige Jahre. Das kreative Genie von Harmon und Roiland lässt sich eben nicht von Deadlines beeindrucken.

Die ersten drei Staffeln von Rick and Morty sind auf Netflix und Sky verfügbar.

Other Space

Der Erfolg von Netflix, Amazon Prime und Hulu in den USA hat auch andere große Medienkonzerne neidisch gemacht. Yahoo (ja, die Suchmaschine, die ihr nicht benutzt) wollte ein Stück vom Kuchen abbekommen und startete 2013 mit Yahoo Screen seinen eigenen Streaming-Dienst mit eigenproduzierten Serien. Kaum drei Jahre später musste das Unternehmen das Projekt für gescheitert erklären. Die Sci-Fi-Sitcom Other Space, die dem Experiment entsprang, hat dieses traurige Ende nicht verdient.

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Other Space hat das Dasein in der Vergessenheit nicht verdient ©Yahoo

Die Serie dreht sich um eine Crew aus verschrobenen Astronauten und Androiden, die im 22. Jahrhundert durch das Weltall fliegen. Als sie versehentlich in ein schwarzes Loch geraten und in eine Paralleldimension gezogen werden, sind sie das erste Mal auf sich allein gestellt. Yahoo produzierte nur acht Episoden. Die machen aber immensen Spaß. Etwa, als sich ein Alien an Bord schleicht, das zwar wie Dave Franco aussieht, aber nur in Matthew McConaughey-Zitaten sprechen kann.

Hinter der Serie steckt Paul Feig, Regisseur von Brautalarm und Ghostbusters. Für Other Space fungierte er allerdings als Drehbuchautor. So derbe wie der Humor in seinen Kinofilm ist die Serie allerdings nicht.

Die erste und einzige Staffel von Other Space gibt es kostenlos auf Yahoo über den Tumblr-Blog zur Serie zu sehen.

Dirk Gently’s Holistic Detective Agency

Abseits von Weltraum-Abenteuern gibt es bei Dirk Gently’s Holistic Detective Agency Science-Fiction der anderen Art. Streng genommen könnte man die Serie auch als Science-Fantasy bezeichnen. Es gibt Zeitreisen, Körper-Tausch-Apparate, Parallel-Welten, Magie und der feste Glaube daran, dass alle verrückten Vorkommnisse irgendwie miteinander zusammenhängen.

Dirk Gently basiert auf Romanen von Douglas Adams, der mit Per Anhalter durch die Galaxis die wohl witzigste Sci-Fi-Geschichte geschrieben hat. Sein Dirk Gently ist ein Privatdetektiv, dessen Fälle auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Während der Ermittlung stellt sicher allerdings heraus, dass die scheinbar unzusammenhängenden und absurden Wendungen doch verknüpft sind.

Im Dezember wurde die Serie leider abgesetzt. Die Zuschauerzahlen auf dem US-Heimatsender BBC America waren nicht ausreichend für eine dritte Staffel. Die beiden produzierten Staffeln sind allerdings in sich abgeschlossen und können gefahrenlos in wenigen Tagen gebinget werden.

Die einzigen beiden Staffeln von Dirk Gently’s Holistic Detective Agency sind bei Netflix verfügbar.

The Last Man on Earth

Vor allem im Film ist die Prämisse des (scheinbar) letzten Menschens auf der Welt weit verbreitet. The Quiet Earth, I Am Legend oder der Beginn von 28 Days Later erforschen auf dramatische und schaurige Art und Weise, was es bedeutet, wenn nahezu alle Menschen verschwinden. Die Serie The Last Man on Earth verpasst dem bekannten Szenario einen Comedy-Dreh.

© 20th Century Fox Television
Will Forte als Phil Miller ist der letzte Mann auf Erden © 20th Century Fox Television

Im Mittelpunkt steht Phil Miller, der der einzige Überlebende nach einer Virus-Pandemie zu sein scheint. Der Zuschauer lernt ihn auf einer Reise quer durch die USA kennen, um vielleicht doch noch eine weitere Person zu finden. Die Comedy entsteht dabei aus den absurden Ideen, auf die Phil kommt. Würdet ihr nicht auch aus Neugierde alles anzünden? Oder berühmte Gemälde aus Museen in eure eigene Wohnung hängen? Oder mit einer Gang aus Sportbällen mit angemaltem Gesicht abhängen?

Hinter der Serie steckt Will Forte, der lange Jahre Ensemble-Mitglied von Saturday Night Live war. Er spielt die Hauptrolle und ist Hauptautor der Serie. Natürlich bleibt Phil nicht lange alleine. Nach und nach findet er ebenfalls übrig gebliebene Menschen, wie Carol (Kristen Schaal), Melissa (January Jones) und Todd (Mel Rodriguez).

Bisher wurden alle drei Staffeln von The Last Man on Earth jeweils ein Jahr nach der US-Ausstrahlung bei ProSieben Fun gezeigt. Die vierte Staffel könnt ihr im Herbst 2018 erwarten.

Wer seine Dosis Science Fiction hingegen lieber Gag-frei und realistisch zu sich nimmt, sollte sich die Serie The Expanse genauer anschauen:

 

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Juliane Görsch
Autor(in): Juliane Görsch
Mit Animes im Nachmittagsprogramm von RTL II fing damals alles an. Seitdem lassen mich Filme, Serien und Popkultur nicht mehr los. Als Journalistin habe ich über Wissenschaft, Digitales und Nerdkram geschrieben. Bei Quadratauge kehre zu meinen Film-Wurzeln zurück.

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