© Screenshot/arte-Mediathek
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Fernsehen

Doku Starbucks ungefiltert: Ob du danach noch Lust auf Coffee-to-go hast?

Die Starbucks Coffee Company ist zum übergreifenden Symbol der Globalisierung geworden. Dabei rühmt sich das Unternehmen mit falschen Fairtrade-Abkommen, verkauft Konsum-Lifestyle an hippe Großstädter und schenkt soziale Anerkennung in Bechern aus – zumindest wenn man der aufschlussreichen arte-Doku Starbucks ungefiltert Glauben schenken will. Ab sofort in der arte-Mediathek verfügbar.

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In Shanghai wird durchschnittlich alle 15 Stunden eine neue Starbucks-Filiale eröffnet. Der größte Starbucks-Laden der Welt erstreckt sich über 2700 Quadratmeter und steht zugleich in der sogenannten Stadt der Zukunft. Vier Milliarden Starbucks-Becher gelangen jährlich in Umlauf, dafür werden über eine Million Bäume gefällt. Die Europäische Kommission verurteilte Starbucks wegen systematischer Steuerhinterziehungen zu einer Nachzahlung von 26 Millionen Euro.

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In der größten Starbucks-Filiale der Welt in Shanghai | © Screenshot/arte-Mediathek

Ein Starbucks-Mitarbeiter verbringt zwei Drittel seiner Zeit mit putzen, ist angehalten jeden Kunden in maximal 3 Minuten abzufertigen und verdient am Ende eines Monats nach einer 35-Stunden-Woche 1100 Euro – während das Unternehmen im Jahr 2017 einen Gewinn von 2 Milliarden US-Dollar erwirtschaftete. Zahlen, die Globalisierungsgegner, Arbeitsrechtler, Umweltschützer sowie Konkurrenzunternehmen aller Art gleichermaßen an die Decke gehen lassen.

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Die arte-Dokumentation mit dem vielsagenden Titel Starbucks ungefiltert, derzeit in der arte-Mediathek verfügbar, beschäftigt sich nicht nur mit den Anfängen im Seattle der Siebzigerjahre. Sie geht vor allem den sozialen, strategischen und finanziellen Realitäten, die sich hinter der lächelnden, grünen Meerjungfrau und ihrem multinational-liberalen Image verbirgt, auf den Grund. Rigoroses, wenn nicht gar skrupelloses Personal-Management, eine ausgeklügelte Steuerhinterziehungsstrategie und mehr Zucker als Coca Cola sind das sichere und altbewährte Erfolgsrezept des Kaffeeriesen unter der Leitung von Geschäftsführer Howard Schultz.

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Ob du nach Starbucks ungefiltert wohl noch Lust auf Starbucks-Kaffee hast? | © Pixabay

Der genießt übrigens deutlich mehr Einfluss als man es einem Kaffeeketten-Besitzer zutrauen möchte: Nach einem Sieg von Hillary Clinton wäre er höchstwahrscheinlich zum neuen Arbeitsminister der USA aufgestiegen. Laut politischer Gerüchteküche will der Starbucks-Milliardär sogar US-Präsident Donald Trump, der selbst in fiktionalen Formaten wie American Horror Story: Cult und The Good Fight sein Fett weg bekam, im Wahlkampf 2020 herausfordern.

Starbucks ungefiltert gibt direkte Einblicke in die Arbeit eines Starbucks-Baristas, in teils perfide Marketingstrategien, geheime Steuerabkommen, Gerichtsverhandlungen und die Wahrheit hinter dem Arbeitgeber mit dem liberalen, humanen und umweltbewussten Image. Sie lässt außerdem einen Geschichtsprofessor zu Wort kommen, der sich eingehend mit den innovativen wie auch verwerflichen Vertriebs- und Marketingstrategien des Kaffeekonzerns beschäftigt hat und interessante Schlüsse zieht…

Starbucks ungefiltert ist aktuell in der arte-Mediathek verfügbar.

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Janna Fund
Autor(in): Janna Fund
Ob ihr's glaubt oder nicht: Ich bin ein echtes audiovisuelles Supergirl. Eine Wonderwoman der Worte und Videos sozusagen. Ich checke Fakten gewissenhafter als Rory, bin kreativer als Carrie und investigativer als Lois und Clark zusammen. Lasst uns die digitale Welt zusammen retten!

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