Das Bild zeigt das Serienposter von Star Trek: Discovery Staffel 2. | CBS
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Star Trek: Discovery: Das Staffel 2-Ende erklärt & Staffel 3-Infos

Im spektakulären Finale von Star Trek: Discovery Staffel 2 wurden einige Fragen geklärt, Handlungsstränge zusammengefügt und Grundlagen für potenzielle Geschichten für Staffel 3 gelegt. Ob wir die Discovery jemals wiedersehen werden? Was passiert mit der Enterprise? Und ist Control wirklich vernichtet? Die wichtigsten Fragen zum Ende von Staffel 2 und zu Staffel 3 beantworten wir hier.

Achtung: Der folgende Text enthält Spoiler zur Handlung von Star Trek: Discovery!

Star Trek: Discovery Staffel 2: Das Ende erklärt

In der emotionalen vorletzten Folge von Staffel 2 werden bereits alle Handlungsstränge zusammengeführt. Michael Burnham (Sonequa Martin-Green) will mit der Discovery in die Zukunft reisen, um die wertvollen Sphärendaten vor der künstlichen Intelligenz Control zu schützen.

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Die Crew in Star Trek Discovery Staffel 2 | © Ben Mark Holzberg/CBS
(Fast) die gesamte Discovery-Crew steht Michael zur Seite | © Ben Mark Holzberg/CBS

Den schweren Weg muss Burnham aber nicht alleine gehen, denn ihr hat sich ein Großteil der Discovery-Crew angeschlossen. Saru (Doug Jones), Tilly (Mary Wiseman), Spock (Ethan Peck), Stamets (Anthony Rapp) und Co. versichern Michael, dass sie ihr zur Seite stehen werden.

Captain Christopher Pike (Anson Mount) kehrt auf die Enterprise zurück und versucht, die Sektion 31-Schiffe, die von Control gesteuert werden, so lange aufzuhalten, bis die Discovery in die Zukunft gereist ist.

Eine Zeitschleife kompliziert das Staffel 2-Finale

Doch der Plan schlägt zunächst fehl. Denn als sich Michael und Spock im Rahmen der spektakulären Endschlacht zwischen Control und der Sternenflotte vom Geschehen absetzen, stellt Michael fest, dass sie den Zeitreiseanzug gar nicht nutzen kann, um in die Zukunft zu kommen. Erstmal muss sie die offene Zeitschleife schließen. Der Clou dahinter: Die Signale, die im Lauf von Staffel 2 immer wieder in Verbindung mit dem Roten Engel aufgetaucht sind, wurden bzw. werden in Wirklichkeit von Michael genau in diesem Moment während der Schlacht gesetzt.

Sonequa Martin-Green in Star Trek Discovery Staffel 2 | © Michael Gibson/CBS
Michael (Martin-Green) muss einen kleinen Umweg durch die Vergangenheit gehen | © Michael Gibson/CBS

Eine klassische Zeitschleife, wie sie in Science-Fiction-Filmen wie Terminator bereits öfter zu sehen war. Dort wird John Connor nur deswegen geboren, weil sein Vater in der Zeit zurückreist und ihn dort mit seiner Mutter Sarah zeugt. In jeder Variante der Zukunft muss dies passieren, damit die künftigen Ereignisse überhaupt so stattfinden können.

Also reist Michael in die Vergangenheit zu den entsprechenden Zeitpunkten, in denen der Rote Engel erschienen ist. Auf diese Weise lotst sie sich selbst und die Discovery im Prinzip noch einmal durch die Ereignisse von Staffel 2, um der Discovery zu ermöglichen, die wichtigen Personen und Gegenstände für die Endschlacht einzusammeln.

Mary Chieffo und Shazad Latif in Star Trek Discovery Staffel 2 | © Michael Gibson/CBS
L’Rell (Chieffo) und Ash Tyler (Latif) eilen letztendlich der Discovery zu Hilfe | © Michael Gibson/CBS

Währenddessen kämpfen die Enterprise, ein klingonisches Spaltschiff mit L’Rell (Mary Chieffo) und Ash Tyler (Shazad Latif) und Sarus Schwester Siranna (Hannah Spear) gegen die Sektion 31-Schiffe, die von Control gesteuert werden.

Control und die Sphäre

Doch welche Rolle spielt nochmal Control in dem Ganzen? Ursprünglich war Control ein System, dass Bedrohungslagen für die Sternenflotten-Geheimorganisation Sektion 31 analysieren sollte. Doch die künstliche Intelligenz entwickelte schnell ein Eigenleben, als Admiral Patar (Tara Nicodemo) darauf bestand, die Entscheidungsfindung komplett Control zu überlassen.

Als die Discovery während einer Missionen auf die sterbende Lebensform namens „die Sphäre“ stößt, entdeckt die Crew etwas Unglaubliches: In seinem Todeskampf schickt das mysteriöse Wesen eine Unmenge an Daten an die Discovery. Diese enthalten Aufzeichnungen über sämtliche Lebensformen und Ereignisse im Universum, die von der Sphäre über Hunderttausende von Jahren gesammelt wurden.

Mary Wiseman und Anthony Rapp in Star Trek Discovery Staffel 2 | © Michael Gibson/CBS
Tilly (Mary Wiseman) und Stamets (Anthony Rapp) entschlüsseln die Daten der Sphäre | © Michael Gibson/CBS

Auf diese Daten hat es Control nun abgesehen, denn damit wäre es der künstlichen Intelligenz möglich, ein Bewusstsein zu entwickeln. Um dies zu verhindern, will Michael mit einem Zeitkristall in die Zukunft reisen, um die Discovery und ihre Daten „aus der Gleichung zu streichen“.

Letztendlich gelingt das Vorhaben unter großen Opfern. Michael reist mit dem Anzug in die Zukunft, wobei sie kurz zuvor das sechste von insgesamt sieben Signalen setzt, um der Discovery einen Orientierungspunkt zu geben. Spock bleibt zurück, weil die Triebwerke seines Shuttles defekt sind und wird stattdessen zurück auf die Enterprise gebeamt. Die Discovery hingegen folgt Michael durch das Wurmloch in die Zukunft.

Löst das Staffelfinale das Kontinuitätsproblem im Star Trek-Universum?

Oberflächlich wird das Kontinuitätsproblem im Star Trek-Universum tatsächlich in Ansätzen gelöst. Durch ihre Reise in die Zukunft verschwindet die Discovery aus der Zeitlinie vor der Originalserie. Fans bemängelten zuletzt häufig, dass die Discovery technisch viel weiter fortgeschritten ist, als zum Beispiel die Enterprise. Diese ging im Star Trek-Universum aber zeitlich nach der Discovery auf ihre Abenteuer.

Da die Discovery jetzt in die Zukunft reist, kann ihre Technologie in der Gegenwart nicht mehr genutzt werden.

Anson Mount und Sonequa Martin-Green in Star Trek: Discovery | ©Jan Thijs/CBS
Die Technologie ist in Star Trek: Discovery deutlich fortgeschrittener als in den anderen Serien, die später in der Zeitlinie angesiedelt sind | ©Jan Thijs/CBS

Problem gelöst? Nicht ganz.

Denn die Sternenflotte, allen voran Captain Pike und Admiral Cornwell (Jayne Brook), wissen von dem Sporenantrieb und der fortgeschrittenen Technik. Und überhaupt: Eigentlich müssten genug Baupläne von der Discovery und Daten vom Sporenantrieb in den Datenbanken der Sternenflotte existieren.

Spock: Ein Plan für mehr Logik?

Durch einen Kniff versucht das Staffelfinale, das oben angesprochene Dilemma zu umgehen. Bei der abschließenden Befragung der beteiligten Personen durch das Oberkommando der Sternenflotte geben Pike, Spock, Ash, Nummer Eins und Co. an, dass die Discovery im Kampf zerstört wurde. Als Stimme aus dem Off erklärt Spock, dass sich die Beteiligten darauf geeinigt hätten, nie wieder von Michael, der Discovery und dem Sporenantrieb zu sprechen. Spock tritt seinen Dienst auf der Enterprise frisch rasiert und frisiert wieder an und das Schiff macht sich auf den Weg ins nächste Abenteuer.

Ethan Peck in Star Trek Discovery Staffel 2 | © Steve Wilkie/CBS
Spock (Peck) hat einen Plan. Aber ob der funktioniert? | © Steve Wilkie/CBS

Die Abmachung der Protagonisten würde erklären, warum in den späteren Serien nie ein Wort von der Discovery, ihrer Technologie oder Michael gesprochen wurde. Ob sich aber wirklich alle daran halten würden, kann durchaus bezweifelt werden.

Ist Control eigentlich vom Borg-Volk?

Eingefleischte Star Trek-Fans dürften in Folge 11 der 2. Staffel hellhörig geworden sein. Dort injizierte die K.I. Control dem Sektion 31-Chef Captain Leland (Alan van Sprang) Nano-Technologie, um ihr Bewusstsein in seinen Körper zu versetzen.

Kurz zuvor hatte Control verschiedene Gestalten per Hologramm angenommen und als Leland den bedeutenden Satz „Sich zu wehren, ist zwecklos“ (im Original „Struggle is pointless“) gesagt. Die Äußerung erinnerte Fans an das Mantra der Borg: „Resistance is futile“ („Widerstand ist zwecklos“).

Die Borg würden es übrigens sicher auch in unsere Liste der ungewöhnlichsten Alien-Filme schaffen.

Michelle Yeoh und Alan van Sprang in Star Trek Discovery Staffel 2 | © Michael Gibson/CBS
Leland (Alan van Sprang) wurde in Staffel 2 von Control übernommen | © Michael Gibson/CBS

Wer sind die Borg?

Im Star Trek-Universum sind die Borg ein Volk, dass wie ein kollektives Bewusstsein funktioniert und sich, ähnlich wie Insekten, an seiner Königin orientiert. Borgs können andere Körper mit Implantaten und Nanotechnologie übernehmen und ihre Gedanken und Erfahrungen in sich aufnehmen. Erstmals stieß Captain Luc Picard (Patrick Stewart) in Star Trek: Das nächste Jahrhundert auf die Borg, die sich als so furchteinflössende wie mächtige Gegenspieler entpuppten.

Bild aus Star Trek: Der erste Kontakt
Captain Picard bekam es erstmals mit den Borg zu tun | © Paramount

Star Trek: Discovery Staffel 3: Eine Borg-Origin-Story?

Die Gemeinsamkeiten zwischen Control und den Borg sind gegen Ende von Staffel 2 sehr auffällig geworden. Auch wenn der KI-Leland im Finale von Staffel 2 offensichtlich vernichtet wurde: Vielleicht lauern ja irgendwo in den unendlichen Weiten des Weltalls weitere künstliche Intelligenzen auf ihre Chance.

Gut möglich, dass das Borg-Volk in Staffel 3 also ein Hauptgegner der Discovery sein wird. Diese Spekulationen befeuerte Leland-Darsteller van Sprang in einem Interview auf StarTrek.com mit der Antwort auf die Frage, ob wir bald eine Borg-Origin-Story sehen werden:

Das finde ich sehr faszinierend. Als ich das Skript das erste Mal gelesen hatte, dachte ich: ‚Oh mein Gott, ist das die Entstehungsgeschichte der Borg? Ist das so passiert?‘ Wir waren genauso im Dunkeln wie alle anderen auch, aber als ich das gesehen hatte, dachte ich: ‚Das ist wie bei den Borg.‘ Die Borg-Folge aus Das nächste Jahrhundert hat mich umgehauen.

Wann startet Star Trek: Discovery Staffel 3 bei Netflix?

Bisher gibt es noch keinen offiziellen Starttermin für Staffel 3, bestellt ist sie aber schon. Bereits im Februar 2019, kurz nach Ausstrahlung der sechsten Folge von Staffel 2, wurden die neuen Folgen offiziell in Auftrag gegeben.

Hierfür wurde die bisherige Co-Produzentin Michelle Paradis zur Co-Showrunnerin befördert. Damit soll der eigentliche Showrunner Alex Kurtzman entlasten werden, der nebenbei an einem Discovery-Spin-off arbeitet, das sich mit der Geheimorganisation Sektion 31 beschäftigt.

Die Dreharbeiten zu Staffel 3 sollen am 8. Juli 2019 in den Pinewood Studios in Toronto beginnen. Dort wurden auch die ersten beiden Staffeln gedreht.

Star Trek: Discovery Staffel 3: Der Cast im Überblick

Eine offizielle Besetzungsliste gibt es bisher noch nicht. Anhand der Ereignisse aus Staffel 2 können wir aber schon Rückschlüsse auf die möglichen Charaktere ziehen – und auf diejenigen, die wahrscheinlich nicht mehr dabei sein werden. Dank der komplizierten Lage nach dem Staffelfinale müssen dabei aber einige wichtige Faktoren beachtet werden.

Sonequa Martin-Green in Star Trek Discovery Staffel 2 | © Jan Thijs/CBS
Michael Burnham (Sonequa Martin-Green) wird wohl auch in Staffel 3 wieder dabei sein | © Jan Thijs/CBS

Denn die Crew der Discovery steckt in der Zukunft fest. Das siebte und letzte Signal, das Michael als Zeichen der Ankunft in der Zukunft senden sollte, wurde letztendlich doch noch gesichtet. Der Crew geht es also gut. Die letzten Szenen des Staffelfinales lassen aber auch Spekulationen zu, dass die Enterprise in Staffel 3 im Mittelpunkt der Handlung stehen könnte.

Entsprechend offen ist die Liste der möglichen Besetzung von Staffel 3, wahrscheinlich werden wir die Crew der Discovery aber wiedersehen.

Welche Charaktere sind in Star Trek: Discovery Staffel 3 nicht mehr dabei?

Captain Christopher Pike (Anson Mount) verabschiedete sich kurz vor Ende von Staffel 2 von der Discovery, als diese ihre Reise in die Zukunft antrat. Mit ihm ging auch Nummer Eins (Rebecca Romijn) zurück auf die Enterprise. Somit ist es sehr wahrscheinlich, dass wir den charismatischen und idealistischen Captain Pike in Staffel 3 erstmal nicht mehr sehen werden.

Anson Mount in Star Trek Discovery Staffel 2 | © Jan Thijs/CBS
Captain Pike (Anson Mount) kehrte in Staffel 2 auf die Enterprise zurück | © Jan Thijs/CBS

Was die Zukunft für den Captain bereithält, musste dieser in einer schockierenden Vision in Folge 12 von Staffel 2 erfahren, als er einen Zeitkristall an sich nahm: Wie in der Originalserie wird Pike nach einem schweren Unfall zum stark entstellten Invaliden. Laut Zeitwächter Tenavik (Kenneth Mitchell), Sohn von Voq/Ash Tyler und L’Rell (Mary Chieffo), ist die gezeigte Zukunft unveränderbar. In gewissem Sinne ist der Handlungsstrang von Captain Pike also abgeschlossen.

Die Tode von Star Trek: Discovery Staffel 2

Gleich mehrere Charaktere fanden in Staffel 2 den Tod und werden in der Fortsetzung wohl nicht mehr zu sehen sein. So starb Commander Airiam (Hannah Cheesman) bei dem Versuch, Control zu zerstören und sorgte für den emotionalsten Tod der Serie.

Admiral Cornwell wiederum opferte sich in der letzten Episode und schloss sich mit einem Torpedo ein, um die Enterprise zu retten. Auch sie wird für Staffel 3 nicht zurückkehren.

Sektion 31-Agent Leland wurde von der Künstlichen Intelligenz übernommen und weilt ebenfalls nicht mehr unter den Lebenden. Sollte Control aber überleben und wieder sein Aussehen annehmen, könnte Leland-Darsteller van Sprang auch in Staffel 3 wieder mit von der Partie sein. Ob dies aber wirklich möglich ist, bleibt fraglich, da Captain Georgiou die KI in der finalen Episode von Staffel 2 neutralisiert hat.

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Autor(in): Sven Schüer
Jahrgang 1986, geboren und aufgewachsen in Osnabrück. Interessiert an allem, was mit Comics, Science-Fiction und Fantasy zu tun hat. Außerdem sportverrückt, egal ob Fußball, American Football, Rugby, Basketball oder Tennis. Facial Hair-Buddy von Tony Stark und Steven Strange!

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