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Sky feiert Spider-Man: Das müsst ihr wissen

Vom 1. bis zum 10. Juni feiert Sky auf einem eigens eingerichteten Pop-Up-Channel den Marvel-Helden Spider-Man in seiner ganzen Pracht. Dort könnt ihr alle bisherigen Verfilmungen des netzschwingenden Superhelden bewundern. Alles, was ihr dazu wissen müsst, lest ihr hier.

Insgesamt gibt es auf dem neuen Sender Sky Cinema Spider-Man HD (Link zur Anzeige) satte sechs Filme des Marvel-Superhelden bis zum 10. Juni zu sehen.

Cruise, Schwarzenegger und Cameron: Die Anfänge

Bereits in den 1970er-Jahren feierte Spider-Man sein Filmdebüt. 1977 veröffentlichte Columbia Pictures die Pilotepisode der gleichnamigen Live-Action-Serie mit Nicholas Hammond in der Hauptrolle. Zwei weitere TV-Veröffentlichungen im Rahmen der Serie liefen 1978 (Spider-Man Strikes Back) und 1981 (Spider-Man: The Dragon’s Challenge) auf den Bildschirmen. 1978 gab es außerdem eine japanische Produktion des Marvel-Helden.

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Anschließend wurde es still um Peter Parker und sein Alter Ego. Das lag vor allem auch an dem Misserfolg von Superman III, nachdem Hollywood Comicverfilmungen lange nur mit der Kneifzange anfasste. Verschiedenste Produktionsfirmen nahmen sich dem Skript an und präsentierten diverse Versionen der Geschichte. Während dieser Zeit wurden auch verschiedene Schauspieler mit den Projekten in Verbindung gebracht. So sollen Tom Cruise zeitweise als Peter Parker und Arnold Schwarzenegger als Doctor Octopus im Gespräch gewesen sein.

Tobey Maguire als Spider-Man in Spider-Man 3. © Columbia Tristar Films
Tobey Maguire als Spider-Man in Spider-Man 3. | © Sony Pictures

Fahrt nahm die Entwicklung eines Spider-Man-Films wieder auf, als Erfolgsregisseur James Cameron sich der Sache annahm und 1991 ein Skript schrieb, das letztendlich als Basis für die Trilogie von Sam Raimi diente. Wegen diverser Rechtsstreitigkeiten und Unklarheiten bezüglich der Filmrechte dauerte es allerdings noch weitere 11 Jahre, bis der erste Film der Raimi-Trilogie in die Kinos kam.

Spider-Man: Ein heimlicher Star

Spider-Man startete 2002 in den deutschen Kinos. Die große Stärke des Films ist die Besetzung mit Toby Maguire als Spider-Man, Willem Dafoe als Norman Osborne, Kirsten Dunst als Mary Jane Watson, James Franco als Harry Osborne, Cliff Robertson als Onkel Ben und Rosemary Harris als Tante May. Der heimliche Star ist aber vielmehr J.K. Simmons als Chefredakteur J. Jonah Jameson, der durch seine cholerische Art und die ständigen Wutanfälle ein großartiger Charakter ist.

Überhaupt sind die Charaktere ein großer Pluspunkt von Spider-Man. Maguire spielt Peter Parker so nerdig, wie es sonst kein weiterer Schauspieler geschafft hat. Dafoe als Bösewicht Green Goblin drängte sich Regisseur Raimi quasi auf und verkörpert seine Rolle, inklusive des diabolischen Grinsens, perfekt. Authentisch wirken die Charaktere, weil sie zum einen viel Tiefe haben, zum anderen aber auch, weil Raimi nur wenige Computereffekte einsetzt. Ja, das Goblin-Kostüm erinnert zuweilen doch sehr an die Power Rangers. Aber beispielsweise der überraschend brutale Endkampf zwischen den Hauptfiguren verzichtet größtenteils aus Special Effects.

Positiv kam der Film bei den Kritikern und beim Publikum an. Mit über 100 Millionen US-Dollar Einspielergebnis stellte Spider-Man einen neuen Startrekord auf und liegt heute auf Platz 28 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten.

Spider-Man 2: Noch besser als der Vorgänger

Spider-Man 2 startete 2004 in den deutschen Kinos und setzte wieder auf die schauspielerischen Talente von Maguire, Franco, Dunst, Harris und Jameson. Neu im Cast war Alfred Molina als Otto Octavius, der seine Rolle als Bösewicht Doctor Octopus ähnlich gut spielt wie Dafoe im ersten Film. Erneut zeigt Raimi mit der Fortsetzung, dass er Figuren durch verschiedenste Tricks Tiefe verleihen kann. In Spider-Man 2 sind die Motive und Gefühle der handelnden Personen jederzeit greifbar und nachvollziehbar. Außerdem rücken Konflikte zwischen Peter und Mary Jane, sowie vor allem zwischen Peter und Harry immer mehr in den Vordergrund.

Bei den Kritikern schnitt Spider-Man 2 sogar noch besser ab, als der erste Film. Noch heute gilt er als einer der besten Superheldenfilme aller Zeiten.

Spider-Man 3: Ein kommerzieller Erfolg

Der dritte und letzte Film der Raimi-Trilogie lief 2007 in den Kinos und litt im Vorfeld unter diversen Einmischungen von Sony, die beispielsweise Venom in die Handlung integriert haben wollten. Raimi fügte sich den Anweisungen, das Resultat führte zu eher durchwachsenen Kritiken. So finden sich im Film so viele Handlungsstränge, dass der Eindruck entsteht, Raimi habe zeitweise den Überblick verloren. Mit Topher Grace als Eddie Brock/Venom, Thomas Haden Church als Flint Marko/Sandman und Bryce Dallas Howard als Gwen Stacy stoßen drei Figuren zum Cast, die allesamt wichtige Charaktere in den Comics sind. Lediglich Sandman ragt heraus, seine Geschichte ist überzeugend erzählt und sorgt für die emotionalen Höhepunkte von Spider-Man 3.

Auch der sich immer weiter zuspitzende Konflikt zwischen Harry und Peter gehört zu den Stärken des dritten Films. Kommerziell ist Spider-Man 3 übrigens der erfolgreichste Teil der Trilogie. Allerdings war Raimi alles andere als zufrieden mit dem Endprodukt und der Einmischung von Sony, was Jahre später letztendlich dazu führte, dass die geplanten weiteren Spider-Man-Filme mit seiner Beteiligung in der Mottenkiste verschwanden.

The Amazing Spider-Man: Gute Action & starke Charaktere

Kaum war die Produktion von Spider-Man 4 gestoppt, begann bereits die Arbeit an einem Reboot, das von Regisseur Marc Webb inszeniert werden sollte. Tatsächlich waren es nur ein paar Tage, bis Sony den Verantwortlichen für das Reboot bekannt gab. Knapp fünf Jahre nach der Premiere von Spider-Man 3 startete The Amazing Spider-Man in den Kinos. Die titelgebende Hauptrolle verkörperte Andrew Garfield, an seiner Seite Emma Stone als Gwen Stacy, Rhys Ifans als Dr. Curt Connors/The Lizard, Denis Leary als Captain Stacy, Martin Sheen als Onkel Ben und Sally Field als Tante May.

Die Ursprungsgeschichte ähnelte der in Spider-Man stark. Neu waren dagegen die künstlichen Netz-Shooter, die Peter in The Amazing Spider-Man selber baut, während Raimis Version seine Netze aus seinen Handgelenken schießt. Bei Kritikern schnitt der Film gut ab, wenn auch nicht so gut wie Spider-Man und Spider-Man 2. Gelobt wurden vor allem die gute Besetzung, speziell Garfield als Peter Parker und Martin Sheen als Onkel Ben. Webb gelang mit The Amazing Spider-Man der Spagat zwischen teilweise sehr lustigen, aber auch sehr düsteren Momenten. Auch die Actionszenen, allen voran die „Kranszene“ und der Kampf zwischen Spider-Man und dem Lizard, inklusive einer großartigen Stan Lee-Cameo, überzeugen.

The Amazing Spider-Man 2: Wie traurig

Die Fortsetzung The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro, ebenfalls inszeniert von Webb, startete zwei Jahre nach dem Reboot in den Kinos und setzte neben den bekannten Darstellern aus dem ersten Film auf Jamie Foxx als Max Dillon/Electro, Dane De Haan als Harry Osborne/Green Goblin und Paul Giamatti als Aleksei Sytsevich. Auch hier wurden die Leistungen von Garfield und Stone gelobt, während die teilweise etwas überladende Handlung als Schwachpunkt bewertet wurde. Entsprechend fielen die Kritiken durchwachsen aus. Allerdings beinhaltet The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro eine herzzerreißende Hommage an eine der bekanntesten Szenen aus den Spider-Man-Comics, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

Eigentlich sollte der zweite Teil den Start eines größeren Filmuniversums einleiten, in dem zwei weitere Spider-Man-Filme, sowie ein Venom- und ein Sinister Six-Film Platz finden sollten. Allerdings veranlasste das schwache Einspielergebnis von The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro Sony dazu, seine Pläne noch einmal zu überdenken. Hinzu kam, dass Garfield und Regisseur Webb zwar an einem möglichen dritten, nicht aber an einem potenziellen vierten Teil mitwirken wollten. Sony verschob den Starttermin des dritten Films entsprechend nach hinten.

Grund dafür waren auch Gespräche, die bereits seit längerem zwischen Sony und Marvel Studios stattfanden. Thema war die Aufnahme von Spider-Man ins Marvel Cinematic Universe (MCU). Nach der Übereinkunft stoppte Sony die Produktion von The Amazing Spider-Man 3 und konzentrierte sich auf das erneute Reboot, das später den Titel Spider-Man: Homecoming tragen sollte. Wäre dies nicht passiert, würde Spider-Man sicher in unserer Liste der Superhelden auftauchen, die wir gerne im MCU sehen würden.

Spider-Man Homecoming: Alles neu im MCU

Zuvor trat Peter Parker mit seinem Alter Ego in Captain America: Civil War auf. Tom Holland schlüpfte in die Rolle des Spinnenmannes und überzeugte die Kritiker restlos. Im actiongeladenen Blockbuster kämpft Spider-Man an der Seite seines Mentors Tony Stark/Iron Man für dessen Überzeugung und spart dabei nicht mit lustigen Sprüchen und coolen Aktionen.

In Spider-Man: Homecoming feierte Spider-Man 2016 schließlich sein Solo-Debüt im MCU. Inszeniert von Regisseur Jon Watts traten neben Holland als Peter Parker auch Michael Keaton als Adrian Toomes/Vulture, Jon Favreau als Happy Hogan, Robert Downey Jr. als Tony Stark/Iron Man und Marisa Tomei als Tante May auf.

Die Befürchtungen der Fangemeinde, dass Marvel mit seinem Reboot wieder die gleiche Geschichte erzählen könnte, bewahrheiteten sich nicht. Stattdessen setzten Produzent Kevin Feige und Co. darauf, dass dem Publikum die Entstehungsgeschichte von Spider-Man bereits bekannt war, und ließen den Film nach dem Spinnenbiss und den bekannten Ereignissen beginnen. Auch Onkel Ben suchen wir in Spider-Man: Homecoming vergeblich.

Vielmehr finden sich im Film kleine Details, die den Charakter in einem anderen Licht als in den Vorgängerfilmen präsentieren. So hat Spider-Man dank der Mithilfe von Tony Stark ein technisches Arsenal inklusive einer Computerstimme parat, die seine ständigen Selbstgespräche plausibler erscheinen lassen. Außerdem ist sein Anzug so konzipiert, dass seine Augen ihre Größe verändern können, was genutzt wird, um Emotionen auszudrücken.

Tom Holland als Spider-Man in Spider-Man: Homecoming. © Sony Pictures
Tom Holland als Spider-Man in Spider-Man: Homecoming. © Sony Pictures

Kritiker waren von der Neuinterpretation des Charakters größtenteils begeistert. Der frische Wind, gepaart mit einer leichteren Aufmachung der Geschichte, wurden genauso gelobt wie die Darstellung von Holland und vor allem Keaton.

Der Infinity War und die Zukunft

Seinen bereits dritten Auftritt im MCU legte Spider-Man im Mega-Blockbuster Avengers: Infinty War hin. Ohne zu viel verraten zu wollen: Dort sorgt er für viele Lacher, aber auch für eine der bewegendsten Szenen des MCU bis dato.

Tom Holland als Spider-Man in Avengers: Infinity War. © Marvel
Tom Holland als Spider-Man in Avengers: Infinity War. | © Marvel

Übrigens ist bereits ein weiterer Spider-Man-Film in Planung: Die Fortsetzung zu Spider-Man: Homecoming soll am 5. Juli 2019 Premiere feiern, als Regisseur ist Jon Watts wieder an Bord.

Sechs Spider-Man-Filme sind bis zum 10.06. auf Sky Cinema Spider-Man HD (Link zur Anzeige) verfügbar, inklusive der deutschen TV-Premiere von Spider-Man: Homecoming.

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Autor(in): Sven Schüer
Jahrgang 1986, geboren und aufgewachsen in Osnabrück. Interessiert an allem, was mit Comics, Science-Fiction und Fantasy zu tun hat. Außerdem sportverrückt, egal ob Fußball, American Football, Rugby, Basketball oder Tennis. Facial Hair-Buddy von Tony Stark und Steven Strange!

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