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Oscars 2018: Fakten, Favoriten und Fun Facts

Die Welt ist im Filmfieber: Am 4. März werden die 90. Academy Awards im Dolby Theatre in Los Angeles verliehen. Wir stellen euch die wichtigsten Favoriten, Fakten und Fun Facts rund um die Oscars 2018 und darüber hinaus vor. 

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„Ich will niemals einen dieser Dinger gewinnen“, verkündete Hollywoodstar Johnny Depp 2015 in einem Interview. Mit „diesen Dingern“ waren die begehrten goldenen Oscar-Statuetten der alljährlichen Academy Awards gemeint. Seine Begründungen: Er wolle keine Rede halten, ihm reiche eine Nominierung und er sei ohnehin konkurrenzlos. Mit diesem Statement trat Depp eine Welle der Berichterstattung los. Nur die wenigsten nahmen dem strauchelnden Exzentriker seine Behauptung ab. Im Gegensatz zu Depp freuten Hollywood-Urgesteine wie Steven Spielberg sich hingegen sichtlich über einen dieser „Dinger“ und fragte bei der Ehrung in die Runde:

Darf ich sagen, dass ich das wirklich wollte?

Sicher, wer gönnte es ihm nicht? Schließlich gilt eine Auszeichnung der Academy Awards nach wie vor als prestigeträchtigste und ehrenvollste Auszeichnung der internationalen Filmbranche. Nachdem ein Oscar den Weg in die gut manikürten Hände eines Nominierten gefunden hat, bleibt dem Auserkorenen offenbar keine Hollywoodsche Karrieretür mehr verschlossen. Er oder sie wird mit der Siegesverkündung unmittelbar zu einem bedeutenden Teil der Filmgeschichte sowie zum Primus inter pares der Filmbranche.

Doch die Konkurrenz ist groß. Schauspieler Joaquin Phoenix verglich das Wetteifern um den Oscar einst mit der bittersten Karotte, die man ihm je vor die Nase gehalten hatte. Auch in diesem Jahr sind die Academy Awards für die Teilnehmer nichts für schwache Nerven: Aufwallende Emotionen, Kopf-an-Kopf-Rennen und derbe Sprüche sind vorprogrammiert. Und das nicht zuletzt von Seiten des diesjährigen Moderators Jimmy Kimmel.

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Moderator Jimmy Kimmel führt zum zweiten Mal in Folge durch den Abend. © Oscars 2018

Nach der womöglich größten Oscar-Panne der Filmgeschichte im letzten Jahr, bei der fälschlicherweise La La Land statt Moonlight als bester Film ausgerufen wurde, leidet Kimmel zwar nach eigenen Aussagen noch immer unter Albträumen und einer handfesten Umschlags-Phobie, dennoch ist der Entertainer guter Dinge: „Wer denkt, dass wir es letztes Jahr schon unvergleichlich versaut haben, der sollte mal sehen, was wir uns für die 90. Academy Awards haben einfallen lassen“. Immerhin – die lockere Art, mit der Kimmel die preisverdächtige Blamage wegsteckte, verdient Anerkennung.

Oscars 2018: Die Favoriten

Bleibt nur zu hoffen, dass Filmfans in diesem Jahr nicht nach einem Loch im Erdboden suchen müssen, um stellvertretend darin zu verschwinden. Das würde den diesjährigen nominierten Werken auch alles andere als gerecht werden: Insgesamt neun Filme, die unterschiedlicher kaum sein könnten, dürfen auf einen Oscar für den besten Film hoffen.

Das Feld wird angeführt von Guillermo del Toros Fantasydrama The Shape of Water. Mit 13 Nominierungen spielt die Liebesgeschichte zwischen einer stummen Putzfrau und einem geheimnisvollen Wasserwesen in derselben Liga wie Hollywood-Evergreens wie Vom Winde verweht (13 Nominierungen) oder Chicago (13 Nominierungen). Ein Oscar für die beste Regie dürfte dem gemütlichen Mexikaner del Toro für den riskanten Stoff sicher sein.

Auch der maritime Film-Noir-Look und die außergewöhnliche Musik dürften beim Rennen um den Goldjungen für das beste Szenenbild und den besten Original-Soundtrack vorne liegen.

Heißester Anwärter im Rennen um den besten Film ist die Tragikkomödie Three Billboards Outside Ebbing, Moussouri. Was die Film gewordene Vermenschlichung des Humors so besonders macht, hat Marco Risch für euch im Video untersucht.

Die Geschichte um eine Mutter, die um ihre ermordete Tochter trauert und die Gewaltspirale, die sich in einem ländlichen US-Kaff daraus entwickelt, gewann bereits bei den BAFTAS und den Golden Globes den Preis für den besten Film, das beste Originaldrehbuch und die beste Hauptdarstellerin (Frances McDormand), sowie den besten Nebendarsteller (Sam Rockwell).

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Frances McDormand in ihrer bis dato stärksten Rolle in Three Billboards outside Ebbing, Missouri. © 2017 Twentieth Century Fox

Gary Oldman lieferte in der Rolle des britischen Premierministers im Politdrama Die dunkelste Stunde eine Vorlage für eine Oscar-Nominierung für den besten Hauptdarsteller. Sowohl die Rolle des Winston Churchill als auch die der trauernden Mutter Mildred Hayes liefern übrigens Statistiken zufolge beste Aussichten für die Chancen auf einen Oscar. Darüber hinaus haben wir euch außerdem eine Oscar-Prognose zusammengestellt, die nicht nur die Favoriten, sondern auch den Geheimtipps auf den Grund geht.

Academy Awards 2018: Das ist die Jury

Wer letztlich einen goldenen Ritter mit nach Hause nehmen darf, das entscheidet die Jury der Academy Awards. Die musste sich vor der #Oscarssowhite-Debatte 2016 rassistische Voreingenommenheit vorwerfen lassen. Afroamerikanische Hollywoodstars wie Spike Lee und Will Smith drohten mit einem Oscar-Boycott. Auch Frauen seien deutlich unterrepräsentiert.

Die Academy gelobte Besserung und arbeitete seitdem durch neue Einladungen und Aufnahmen in die Academy auf eine Diversifizierung innerhalb der Jury hin. Dennoch wird eins auf den ersten Blick klar: Die Bewertung der nominierten Filme liegt derzeit nach wie vor hauptsächlich in den Händen von weißen Männern von über 50 Jahren. 

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Männlich, weiß, über 50: Gary Oldman und seine Rolle des Winston Churchill würden gut in die Oscar-Jury hineinpassen. © UNIVERSAL PICTURES

Die Oscar-Trophäe: Mit Schwert und Filmrolle

Die Jury der Academy Awards Jury verlieh seit der ersten Verleihung im Jahr 1929 insgesamt und bis jetzt 3048 der begehrten Preise. Die Statuette stellt einen stilisierten Ritter da, der mit einem Schwert auf einer Filmrolle steht. Sie wiegt über 3,8 Kilogramm und ist 34,2 Zentimeter groß. Um 50 Stück der Goldjungen herzustellen, braucht der Produzent im Schnitt drei Monate. Der erste Gewinner der jemals eine der Trophäen in den Händen hielt, war Schauspieler Emil Jannings für seine Rollen in The Last Command und The Way of All Flesh im Jahr 1929.

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Meryl Streep in Die Verlegerin. © Universal Pictures

Seitdem folgten zahlreiche Nominierungen und Verleihungen. Mehr als 14 Nominierungen und elf gewonnene Oscars konnte bisher allerdings noch kein Film für sich verbuchen. Bei den Schauspielern führt Meryl Streep, dieses Jahr in der Rolle der unter Druck gesetzten Verlegerin Katherine Graham, das Feld der häufigsten Nominierungen an – sage und schreibe 21 Mal durfte sich die 68-Jährige Hoffnungen auf einen Oscar machen.

Die 5 skurrilsten Oscar-Rekorde

Und auch sonst hat die Oscar-Historie einige interessante Höhepunkte und Rekorde in petto. Wir haben für euch fünf interessante Oscar-Fakten zusammengetragen.

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Janna Fund
Autor(in): Janna Fund
Ob ihr's glaubt oder nicht: Ich bin ein echtes audiovisuelles Supergirl. Eine Wonderwoman der Worte und Videos sozusagen. Ich checke Fakten gewissenhafter als Rory, bin kreativer als Carrie und investigativer als Lois und Clark zusammen. Lasst uns die digitale Welt zusammen retten!
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Autor(in): Felix Kerth
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