© 2017 Twentieth Century Fox
Three Billboards Outside Ebbing, Missouri © 2017 Twentieth Century Fox
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Filme

Oscars 2018: Hier kannst du alle Gewinner sehen

Viele Gewinner der Oscars 2018 laufen aktuell im Kino oder sind bereits online verfügbar. Wir haben gesammelt, wo alle Preisträger aller Kategorien zu sehen sind. 

Aktuell im Kino

Der Abräumer: The Shape of Water

The Shape of Water – Das Flüstern des Wassers ist der neue Film des mexikanischen Filmemachers Guillermo del Toro. Darin geht es um eine stumme Frau, die sich in ein sehr menschliches Wasserwesen verliebt. Eine Liebe mit Hindernissen.

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Der Film ist eine Art modernes Märchen für Erwachsene, der auf einzigartige Weise berührend, verstörend und erotisch zugleich ist. Neben dem Oscar für den Besten Film gewann The Shape of Water in den Kategorien Beste Regie, Beste Filmmusik und Bestes Szenenbild. Diese Perle des Kinos sollte sich niemand entgehen lassen.

The Shape of Water ist aktuell im Kino zu sehen.

Der Überraschungshit: Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri war der Überraschungshit 2017. In der schwarzen Tragikomödie von Martin McDonagh geht es um eine Frau, die Reklameschilder ausstellen lässt, auf denen sie das Nicht-Handeln der örtlichen Polizei im Mordfall ihrer Tochter anklagt.

Die 60-jährige Frances McDormand gewann in der Rolle als zähe Mutter ihren zweiten Oscar in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin. Der erste war vor 21 Jahren für die Krimikomödie Fargo von den Coen-Brothers. Schauspieler Sam Rockwell gewann in der Rolle des Polizisten Jason Dixon den Oscar für den Besten Nebendarsteller.

Regisseur McDonagh ging hingegen leer aus. Der Brite ist berühmt für seine rabenschwarzen Komödien, die hinter der Fassade der rohen Sprache und ungeschönten Gewalt eine tragische Geschichte erzählen. Wenn du seine Filme 7 Psychos und Brügge sehen… und sterben? mochtest, unterhält dich Three Billboards Outside Ebbing, Missouri sicher auch.

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri ist aktuell im Kino zu sehen.

Das Biopic: Die dunkelste Stunde

Für Die Dunkelste Stunde kehrte der berühmte Maskenbildner Kazuhiro Tsuji zurück nach Hollywood. Der Japaner war die entscheidende Bedingung, die Hauptdarsteller Gary Oldman stellte: Nur wenn Kazuhiro mit an Bord ist, übernimmt er die Rolle des britischen Premierministers Winston Churchill.

Am Ende zahlte sich Oldmans Hartnäckigkeit für die Männer aus. Beide bekamen für ihre harte Arbeit ihren ersten Oscar für das Beste Make-up und den Besten Hauptdarsteller.

In dem Historiendrama geht es um die ersten Tage Churchills als Premierminister. Nazideutschland überzieht den Kontinent gerade mit Krieg und Zerstörung. Der Politiker musste eine Entscheidung treffen, wie er sein Land im Zweiten Weltkrieg positionieren will.

Die dunkelste Stunde ist aktuell im Kino zu sehen.

Das Sport-Drama: I, Tonya

Allison Janney ist eine wunderschöne Frau. Als die kettenrauchende Mutter LaVona Golden von Olympia-Sportlerin Tonya Harding erkennst du sie aber kaum wieder.

I, Tonya erzählt die wahre Geschichte der amerikanischen Eiskunstläuferin Tonya Harding. Sie war zweifelsohne eines der größten Talente ihrer Zeit, wegen ihrer White Trash-Herkunft passte sie jedoch nicht in das Image der perfekten Eisprinzessin im Glitzerkostümchen.

Dieser unlösbare Konflikt endete darin, dass Tonya mehr oder weniger bewiesen, in einen Anschlag auf ihre Teamkollegin Nancy Kerrigan verwickelt war.

I, Tonya kommt am 22. März in die deutschen Kinos.

Die Schauerromanze: Der seidene Faden

Daniel Day-Lewis ist nun offiziell in Rente: Mit Der seidene Faden war er zum allerletzten Mal auf der großen Leinwand zu sehen. Bein den Oscars ging er zwar leer aus, jedoch gewann Der Seidene Faden in der Kategorie Bestes Kostümdesign.

In dem Drama geht es um den erfolgreichen Modeschöpfer Reynolds Woodcock, der sich in die junge Kellnerin Alma verliebt und sie zu seiner neuen Muse macht. Ihre Beziehung wird leider zunehmend zu einer waschechten Schauerromanze, über einen Mann, der sich selbst mit dem Gedanken sabotiert, dass sein Liebesglück verflucht sei. Im Englischen lautet der Filmtitel sehr treffend „Phantom Thread“.

Der seidene Faden ist aktuell im Kino zu sehen.

Die beste Adaption: Call Me By Your Name

Call Me By Your Name ist ein berührender Liebesfilm über das Erwachsenwerden und Homosexualität. Dafür gab es den Oscar für das Beste adaptierte Drehbuch.

Es ist die Geschichte des 17-jährigen Elio und des 24-jährigen Oliver, die über sechs Wochen in der wunderschönen Landschaft Norditaliens umeinander hertänzeln und sich letztendlich auch näherkommen. Aber jeder Sommer geht irgendwann zu Ende …

Call me by your name ist aktuell im Kino zu sehen.

Der Kritikerliebling: Eine fantastische Frau

Der Oscar für den Besten Fremdsprachigen Film ging diesmal nach Chile. In dem Drama Eine fantastische Frau geht es um die Transgender-Frau Marina, die glücklich mit dem 20 Jahre älteren Mann Orlando liiert ist. Doch ihr Glück findet ein jähes Ende, als ihr Lebenspartner überraschend verstirbt. Nun muss sich den Vorurteilen und der Wut seiner Familie stellen. Marina lässt sich jedoch nicht unterkriegen und kämpft für ihr Recht um ihren Mann zu trauern.

Eine fantastische Frau ist aktuell im Kino zu sehen.

Als Video on Demand verfügbar

Das Epos: Dunkirk

Das Kriegsdrama Dunkrik war für acht Oscars nominiert und konnte mit immerhin drei Preisen nach Hause gehen. Der neue Film von Christopher Nolan wurde für den Besten Schnitt, den Besten Ton und den Besten Tonschnitt ausgezeichnet.

Dunkirk behandelt  das berühmte Kriegsereignis der Evakuierung von Dünkirchen im Zweiten Weltkrieg. Im diesem nordfranzösischem Örtchen waren Hunderttausende von französischen und britischen Soldaten von der deutschen Armee eingekesselt. Ihre Situation schien komplett aussichtslos… 

Dunkirk ist als Video on Demand auf Maxdome und im Sky Store erhältlich. 

Die Effekthascherei: Blade Runner 2049

Die meisten kennen den Klassiker Blade Runner. Ein Vierteljahrhundert später erschien die thematische Fortsetzung des Sci-Fi-Thrillers von 1982. Regie führte diesmal aber nicht Ridley Scott, sondern Denis Villeneuve. Der gehört seit dem Drogenthriller Sicario und dem intelligenten Alienfilm Arrival zur Topgarde der Hollywoodregisseure. In den Hauptrollen waren Harrison Ford, Jared Leto und Ryan Gosling zu sehen.

Auch interessant: Altered Carbon – Blade Runner in Serie

Das Sequel wurde in der Kategorie Beste visuelle Effekte sowie für die Beste Kamera ausgezeichnet. Dabei ist es interessant zu wissen, dass die Schauspieler nicht ständig vor Green Screens spielen mussten. Denis Villeneuve ließ fast alle Kulissen aufwendig aufbauen, damit seine Darsteller sich auf ihr Schauspiel konzentrieren konnten, anstatt viel Energie darauf verwenden zu müssen, sich ihre Umgebung vorstellen zu müssen.

Blade Runner 2049 kannst du als Video On Demand auf Maxdome und im SkyStore sehen.

Die Satire: Get Out

Mit Get Out schrieb, produzierte und drehte Comedian Jordan Peele einen bedeutenden „schwarzen Horrorfilm“. Das Interessante an dem Besten Originaldrehbuch ist, dass der Bösewicht kein übernatürliches Wesen oder durchgeknallter Psychokiller ist, sondern Rassismus.

Mit vielen kleinen Andeutungen und einer großen Portion schwarzem Humor thematisiert der Comedian Rassismus in unserer post-rassistischen Gesellschaft.

 Get Out gibt es als Video On Demand auf Maxdome und im Sky Store.

Der Familienfilm: Coco – Lebendiger als das Leben!

Pixar bringt jedes Jahr ein bis zwei Kinderfilm-Blockbuster in die Kinos. 2017 war das zur Weihnachtszeit Coco – Lebendiger als das Leben! Im Besten Animationsfilm mit dem Besten Filmsong geht es um einen 12-jährigen, mexikanischen Jungen namens Miguel, der sich versehentlich in das Land der Toten verirrt. Die Verstorbenen dort sind aber alles andere als Furcht einflößend, sondern liebenswert und überraschend lebendig.

Coco – Lebendiger als das Leben! ist ein wunderbarer Film für Kinder und Familien, aber auch Erwachsene werden jede Spaß an dem Animationsmovie haben. Und vielleicht sogar die eine oder andere heimliche Träne vergießen.

Coco – Lebendiger als das Leben! ist ab dem 29. März als Video on Demand auf Maxdome und im Sky Store verfügbar.

Der Außergewöhnliche: The Silent Child

Nach Angaben des Deutschen Gehörlosenbund sind etwa 0,1 % der Bevölkerung in Industrienationen gehörlos. Das sind hierzulande circa 80 000 Menschen. Im als Bester Kurzfilm ausgezeichneten The Silent Child geht es um die vierjährige taube Libby. Ihre Eltern haben ihre Behinderung erst erkannt, als sie bereits drei Jahre alt war. Die Sozialarbeiterin Joanne bringt ihr nun Zeichensprache bei. Zum ersten Mal kann das Mädchen mit ihrer Umwelt kommunizieren.

Die süße Hauptdarstellerin Maisie Sly ist übrigens auch im wahren Leben gehörlos.

 The Silent Child gibt es bei Amazon zu kaufen.

Online verfügbar

Der Sprinter: Dear Basketball

Für Dear Basketball bekam Profi-Sportler Kobe Bryant einen Oscar verliehen. Wer mit Sport absolut nichts am Hut hat, dem sei gesagt, dass Bryant so etwas wie der Michael Jordan unserer Zeit ist.

Der Beste Animationskurzfilm erzählt in knappen fünf Minuten, wie der Sportler vom kleine Basketball-liebenden Jungen zu einem der größten NBA-Player der Geschichte wurde.

Dear Basketball ist Go90 zu sehen. (Aktuell nur USA)

Der Skandalfilm: Ikarus

Mit Ikarus gewann Netflix seinen ersten Oscar für einen Dokumentarfilm. In Ikarus geht es um den aktuellen Doping-Skandal in Russland. Über zwei Stunden wirft Ikarus interessante Fragen auf: Wie wurde gedopt? Wer wusste davon? Wusste die russische Politik-Elite davon? Und vor allem seit wann werden russische Sportler systematisch mit Drogen zu besseren Leistungen aufgeputscht?

Ikarus ist exklusiv auf Netflix zu sehen.

Das Juwel: Heaven Is a Traffic Jam on the 405

Die Minidoku dreht sich um die 56-jährige Künstlerin Mindy Alper aus Los Angeles, die sehr erfolgreich als Malerin arbeitet, aber ihr gesamtes Leben auch gegen schwere psychische Krankheiten ankämpfen musste. Sie leidet unter anderem an Angstzuständen, Depression, Hypersensibiliät.

Der Beste Doku-Kurzfilm Heaven is a Traffic Jam on the 405 zeigt sehr einfühlsam, wie ihre „schwache“ Psyche ihre Kunst auf eine positive Art und Weise beeinflusst.

 Heaven ist a Traffic Jam on the 405 gibt es auf Netflix.

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Laura Krimmer
Autor(in): Laura Krimmer
Ich arbeite als Journalistin Bereich Film und Musik. Popkultur ist meine Leidenschaft, seit ich ein kleines Kind bin. Besonders spannend finde ich die Verknüpfungen von Musik, Film, Politik und Medien mit unserem Alltag.

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