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9 Romanverfilmungen, die dich an der Menschheit zweifeln lassen

Seit Jahrhunderten streiten sich Philosophen, Theologen und Stammtischbesucher über die Frage, ob der Mensch von Natur aus gut oder böse ist. Folgende Romanverfilmungen lassen auf nichts Gutes hoffen. Von Kindersoldaten, über Drogenkonsum bis hin zu rücksichtslosen Ehepaaren – diese Filme lassen dich ernsthaft an der Menschheit zweifeln.

Beasts of No Nation: Kindersoldaten in Westafrika

  • Roman: Beasts of No Nation (2005) von Uzodinma Iweala
  • Film: Beasts of No Nation (2015) mit Idris Elba
  • Thema: Kindersoldaten in Westafrika

Idris Elba gilt als einer der attraktivsten Männer der Welt, in dem Kriegsdrama Beasts of No Nation wirkt er allerdings eher abstoßend. Erschreckend überzeugend mimt er den nur „Kommandant“ gerufenen Anführer einer Rebelleneinheit im Bürgerkrieg, der sich mit einer Armee von Kindersoldaten durch Westafrika mordet.

Maniac-Regisseur Cary Fukunaga, momentan einer der kreativsten Köpfe in Hollywood, verfilmte die Geschichte getreu der gleichnamigen Romanvorlage von Uzodinma Iweala aus der Perspektive des Kindersoldaten Agu.

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Idris Elba schockiert als Commandant in dem Kriegsdrama Beast of No Nations
Vom Kind zum Gefangenen zum Killer – Agus Schicksal als Kidnersoldat ist kein Einzelfall | © Netflix

Beasts of No Nation schockiert mit seiner verstörenden Schonungslosigkeit. Gewalt, Drogen, Manipulation, Vergewaltigung – der Regisseur scheut nicht davor, die ganze Grausamkeit des Themas visuell zur Sprache zu bringen. Als Zuschauer stellt man sich die Frage, wie es einem Menschen möglich sein kann, unschuldige Kinder auf solch perfide Weise für die eigenen Zwecke zu benutzen.

Im Nahen Osten, Afrika und Asien ist das Thema Kindersoldaten heute leider aktueller denn je. Nach Schätzungen des Kinderhilfswerks terre des hommes fristen aktuell weltweit 250 000 Kinder und Jugendliche in mindestens 19 Ländern ihr Leben als Kindersoldaten.

Beasts of No Nation ist bei Netflix verfügbar (Link zur Anzeige).

Die Millennium-Trilogie: Gewalt gegen Frauen

  • Romane: Verblendung (2005), Verdammnis (2006) und Vergebung (2007) von Stieg Larsson
  • Filme aus Schweden: Verblendung (2009), Verdammnis (2009) und Vergebung              (2009) mit Michael Nyqvist und Noomi Rapace
  • Filme aus den USA: Verblendung (2011) und Verschwörung (2018)
  • Thema: Gewalt gegen Frauen 

Das Scandi Noir-Genre erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei Filmfans überall auf der Welt. Einen großen Beitrag dazu lieferte die Millennium-Trilogie basierend auf den Krimis des verstorbenen Autors Stieg Larsson.

Die Handlung der Filmreihe dreht sich um den Journalisten Mikael Blomkvist und die Hackerin Lisbeth Salander. Gemeinsam wollen sie herausfinden, wer vor mehr als 40 Jahren die junge Frau Harriet verschwinden ließ. Im Zuge ihrer Ermittlungen stoßen sie auf einen Serienmörder und eine ganze Reihe von Männern, die ihre Machtpositionen für Gewalt gegen Frauen nutzen.

Die Millennium-Reihe war auf zehn Bücher ausgelegt, der Autor verstarb während der Arbeiten am vierten Teil | © Sony Pictures

Das Leitmotiv der Trilogie, Gewalt gegen Frauen, ist auch heute noch ein Problem, das sich durch alle Schichten der Gesellschaft zieht und oft durch interne Machtgefälle entsteht. Die #MeToo-Debatte liefert ein erschreckendes Beispiel dafür, wie lange Frauen für Jahrzehnte schwiegen, Männer Grenzen überschritten und die Gesellschaft die Augen verschloss.

Kein Wunder also, dass die Hauptfigur Lisbeth Salander in den letzten Jahren zu einer feministischen Ikone hochstilisiert wurde. Denn in Stieg Larssons düsterem Universum wehrt sie sich vor allem gegen machthungrige Männer und systematische Fremdbestimmung.

Wer war die beste Lisbeth Salander: Noomi Rapace in den schwedischen Filmen, Rooney Mara in der US-Adaption von Verblendung oder Claire Foy in dem neusten Film Verschwörung?

Bis auf Verschwörung (Release am 30.06.2018) sind alle Millennium-Filme bei Maxdome verfügbar (Link zur Anzeige).

Gone Girl: Albtraum Ehe

  • Roman: Gone Girl (2012) von Gillian Flynn
  • Film: Gone Girl (2014) mit Ben Affleck & Rosamund Pike 
  • Thema: Wenn deine Ehe zum Alptraum wird

Autorin Gyllian Flynn schaffte es mit ihrem Roman Gone Girl 2012 sofort auf die renommierte Bestseller-Liste der New York Times. Die spannende Kriminalgeschichte führt spannend vor Augen, wie während einer langjährigen Beziehung aus vermeintlicher Liebe purer Hass werden kann.

Die Protagonisten in Gone Girl, das Ehepaar Nick und Amy Dunne, scheinen das perfekte Leben zu führen. An ihrem fünften Hochzeitstag verschwindet Amy ohne jede Spur. Als sich die Beweise verdichten, dass ihr Ehemann Nick sie ermordet hat, wittert die Presse eine heiße Story. Nick beteuert allerdings seine Unschuld …

Intrigen statt Romantik: Diese fünf Anti-Liebesfilme und -serien beweisen, dass Beziehungen oft alles andere als die reine Erfüllung sind.

Risiko Ehe: Jeder dritte Mord findet laut LKA unter Eheleuten statt |© 20th Century Fox

Regisseur David Fincher, der berühmte Meister der Gemeinheit, brachte den Psycho-Thriller auf die große Leinwand. Der Regisseur verdiente sich diesen Spitznamen mit Klassikern wie Fight Club und Sieben, denn er versteht es, die Zuschauer stets raffiniert in die Irre zu führen. In Gone Girl – Das perfekte Opfer weiß man bis zuletzt nicht, wen man unsympathischer finden soll – den apathischen Ehemann oder die eigenbrötlerische Gattin.

Zugegeben, das Beziehungsdrama in Gone Girl wurde gemäß der erzählerischen Freiheit in extremere Gefilde geführt. Der Thriller von David Fincher lässt die Zuschauer mit der Frage zurück, wen man überhaupt noch trauen kann, wenn sogar das eigene Zuhause kein Ort der Sicherheit bedeutet.

Gone Girl – Das perfekte Opfer ist bei NetflixSky und Maxdome verfügbar (Links zu Anzeigen).

Die irre Heldentour des Billy Lynn: Perfide Kriegs-PR

  • Roman: Die irre Heldentour des Billy Lynn (2012) von Ben Fountain
  • Film: Die irre Heldentour des Billy Lynn (2016) von Regisseur Ang Lee
  • Thema: Marketing-Tour für den Irak-Krieg

Darf man für den Krieg werben? Der 2012 erschienene Roman Die irre Heldentour des Billy Lynn wirft auf vergnüglich-satirische Art diese humanistische Frage auf. Das Werk von Ben Fountain gilt schon jetzt als Meilenstein der zeitgenössischen Literatur und wurde 2016 vom zweimaligen Oscar-Gewinner Ang Lee verfilmt.

Roman und Film erzählen die Geschichte des erst 19-jährigen Soldaten Billy Lynn, der nach einem traumatischen Erlebnis im Irak als Kriegsheld quer durch die USA tourt. Die jubelnden Massen feiern den Veteran im Teenager-Alter ekstatisch, fragen dabei allerdings nicht nach seinem seelischen Zustand.

Das Bild zeigt Joe Alwyn in Die irre Heldentour des Billy Lynn
Euphorische Party-Stimmung und bedrohliche Kriegswirklichkeit liegen meilenweit auseinander | © Sony Pictures

Die Verfilmung von Ang Lee unterstreicht die Gesellschaftskritik der Romanvorlage optisch eindrucksvoll. Denn während die jungen Soldaten mit ihren Erinnerungen überfordert sind, findet um sie herum eine gigantische Party statt. Die zuständigen Politiker wissen, wie es um die Verfassung der Jungen steht. Deren Gesundheit spielt für sie keine Rolle. Die Teenager sollen lediglich als Marketing-Marionetten für den Irak-Krieg funktionieren.

Die irre Heldentour des Billy Lynn lässt die Zuschauer nicht an der gesamten Menschheit zweifeln, aber definitiv an der Menschlichkeit politischer Akteure. Dabei bewegt sich die Story erschreckend nah an der Realität: Beinahe jeder fünfte Veteran aus dem Irak- und Afghanistankrieg erkrankt an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Seit 2001 nahm sich fast jeden Tag einer von ihnen das Leben. Damit starben mehr Soldaten durch die eigene Hand als im Einsatz.

Die irre Heldentour des Billy Lynn ist bei Maxdome , Netflix und Sky verfügbar (Links zu Anzeigen).

City of God: Endlosspirale aus Armut und Gewalt

  • Roman: Die Stadt Gottes (1997) von Paulo Lins
  • Film: City of God (2002)
  • Thema: Bandenkriege in den Favelas von Rio de Janeiro

1997 erschien Cidade de Deus von Paulo Lins in Brasilien. Der Roman schlug hohe Wellen, denn der Autor schildert darin in einer Mischung aus Fiktion und Erinnerung erschreckend realistisch den Alltag der Bewohner des gleichnamigen Armutsviertels von Rio de Janeiro. Er selbst wuchs in dieser Favela auf und musste die Gewalt auf den Straßen am eigenen Leib erleben.

Fünf Jahre später wurde die Geschichte um die jungen Männer Inferninho, Bené und Locke mit fast ausschließlich Jugendlichen aus eben jenen Elendsvierteln auf die große Leinwand gebracht. Um den Film möglichst authentisch zu gestalten, legten die Regisseure großen Wert auf freie Improvisation. Das Ergebnis wurde zum schmerzhaften Meisterwerk! City of God lässt sich am besten als ein cineastischer Faustschlag ins Gesicht beschreiben.

Auch 2019 werden die Favelas in Rio noch von kriminellen Banden beherrscht | © Mars Distribution

City of God zeigt ungeschönt, dass es sich bei der grausamen Gewalt in den Ghettos von Brasilien nicht um ein Produkt einzelner Akteure handelt, sondern dass sie einer niemals endenden Spirale aus Armut, Perspektivlosigkeit, Rassismus und Kriminalität entwächst. Wird ein Bandenführer von der Polizei oder einer anderen Gruppe ausgeschaltet, hat dies lediglich zur Folge, dass der nächste in der Rangfolge aufsteigt.

Nichtsdestotrotz lässt einen der vierfach oscarnominierte Film weniger an den Heranwachsenden in den Favelas zweifeln, sondern mehr daran, ob sich die gesellschaftlichen Umstände in Brasilien jemals so verändern werden, dass die Kinder der Mittellosen ein Zuhause ohne Gewalt kennenlernen können.

Die Armut in Kolumbien war auch Pablo Escobars bester Verbündeter im Drogengeschäft. Der Kartellchef teilte seinen Reichtum mit den Armen, gab den Kindern aus den Ghettos Medellíns eine Perspektive auf ein besseres Leben. Dieser Weg führte allerdings über die Drogen. Erfahre hier mehr darüber, warum die Bevölkerung Escobar den Robin Hood von Kolumbien nannte.

City of God ist bei Maxdome und Sky verfügbar (Links zu Anzeigen). 

Trainspotting: Die Hölle der Heroinsucht

  • Roman: Trainspotting (1993) von Irvine Welsh
  • Film: Trainspotting – Neue Helden (1996) mit Ewan McGregor
  • Thema: Soziale Chancenlosigkeit und Drogensucht

Optimistische Persönlichkeiten bringt die Lektüre von Irvine Welsh-Romanen an den Rand der Verzweiflung. Wider besseren Wissens versuchen seine Protagonisten, dem tristen Alltag der Arbeitslosigkeit mit Exzessen aus Gewalt, Sex und Drogen zu entkommen.

Sein Literaturdebüt Trainspotting wurde 1996 von Danny Boyle verfilmt und machte Ewan McGregor zum Star. In der schwarzen Komödie beschreibt der Schotte die von Drogen, Arbeitslosigkeit und Kriminalität geprägten Erlebnisse einer Gruppe junger Männer in Edinburgh.

Das Bild zeigt den Cast von Trainspotting beim Trinken.

Ihre Leben schwanken zwischen übersprudelnder Lebenslust und bitteren Entzugserscheinungen. Währenddessen pendeln die Zuschauer zwischen humorvoller Unterhaltung und blankem Horror. Die Szenen in Trainspotting sind brutal, irritierend und manchmal furchterregend.

Boyles Werk liefert ein schockierendes und einfühlsames Porträt der Junkie-Szene. Der Film funktioniert als urteilsfreie Drogenprävention, die stets die Frage aufwirft, wie sich durchschnittliche Menschen in die Hölle der Drogensucht begeben können.

Trainspotting ist bei Netflix verfügbar (Link zur Anzeige).

American Psycho: Albtraum der Oberflächlichkeit

  • Roman: American Psycho (1991) von Bret Easton Ellis
  • Film: American Psycho (2000) mit Christian Bale
  • Thema: Das böse Gesicht des amoralischen Materialismus

Der Kultroman American Psycho von Bret Easton Ellis sorgte in den Neunzigern für Entrüstung. Verlage und Literaturfreunde empörten sich über die beschriebene Gewalt – der Autor erhielt böse Briefe und sogar Todesdrohungen, in Deutschland landete der Thriller auf dem Index für jugendgefährdende Medien.

Bret Easton Ellis erzählt die Geschichte eines psychopathischen Serienmörders, der gerade wegen seiner Unfähigkeit zu Mitgefühl perfekt in die Finanzwelt passt.

Die Handlung des Romans dreht sich um den im Luxus schwimmenden Investmentbanker Patrick Bateman. Er scheint den amerikanischen Traum zu leben, doch in Wirklichkeit besteht sein Dasein nur aus einem ewigen Statusvergleich mit seinen oberflächlichen Bekannten in Luxus-Clubs oder auf Koks-Partys. Aus Langeweile, Gier und Hunger nach wahren Empfindungen beginnt er, Menschen zu misshandeln und zu töten. Der Autor lässt allerdings offen, ob Bateman die Taten wirklich begeht oder ob diese nur in seiner Fantasie stattfinden.

© Concorde
Der amerikanische Albtraum: Hinter der Fassade aus Erfolg verbirgt sich öde Einsamkeit. | © Concorde

Heute, ein Vierteljahrhundert nach seinem Erscheinen, wird American Psycho nicht mehr als blutrünstiger Splatterroman interpretiert, sondern als eine moralische Parodie auf das sinnentleerte, konsumorientierte Leben im entfesselten Kapitalismus.

Dass die Story nicht an Aktualität verloren hat, führte die globale Finanzkrise 2007 bis 2009 deutlich vor Augen. Millionen von Menschen weltweit verloren über die Gier der Branche ihre gesamten Ersparnisse.

American Psycho ist bei Amazon verfügbar. (Link zur Anzeige)

Im deutschen Fernsehen thematisierte auch die ZDF-/ARTE-Produktion Bad Banks den moralischen Verfall des Finanzsektors. Erfahre hier, wie viel Wahrheit in dem Bankenthriller steckt. Die Erfolgsserie mit Newcomerin Paula Beer wird zu den besten deutschen Serien der letzten Jahre gezählt. Neben Bad Banks findest du von Dark bis Stromberg auch diese weiteren 18 großartigen, deutschen Serienproduktionen auf Netflix.

In der Welt der Comic-Serienadaption fand das Thema bei der Jugendserie Deadly Class Einzug. Darin geht es um eine geheime Akademie für junge Auftragsmörder. Schöpfer Rick Remender sieht in der Geschichte eine Metapher für die Eliteschulen der Superreichen auf denen Milliardäre ihre Kinder „zu Monstern umformen zu lassen, die als Wall-Street-Zocker andere Menschen um ihre Ersparnisse bringen.“

Erfahre hier alles zur ersten Staffel von Deadly Class, die aktuell auf SYFY und Sky zu sehen ist.

Uhrwerk Orange: Das Monster Mensch

  • Roman: Uhrwerk Orange (1962) von Anthony Burgess
  • Film: Uhrwerk Orange (1971) von Stanley Kubrick
  • Thema: Albtraum der Oberflächlichkeit

Stellt man sich die Welt vor wie Anthony Burgess sie in seinem populären Bestseller Uhrwerk Orange schildert, dann ist sie ein sehr bedrohlicher Ort. Vom jugendlichen Schläger, über unmenschliche Forscher, bis hin zum intellektuellen Schriftsteller – alle Menschen morden, schlagen und foltern, wenn sich ihnen nur die Gelegenheit dazu bietet. Die Filmadaption durch Stanley Kubrick übertrifft das Original sogar noch in seinem Pessimismus.

In der Kurzfassung geht es in Uhrwerk Orange um einen extrem gewalttätigen jungen Mann, der im Gefängnis zu einem braven Bürger umerzogen werden soll. Die Therapie funktioniert als Zwangsmaßnahme: Sobald Alex Gewalt ausüben will, erleidet er selbst große Schmerzen. Ein Erfolgsprinzip? Mitnichten!

Alex und seine Gang im Skandalfilm Uhrwerk Orange | © Warner Bros.

Der Filmklassiker empört wie diese zehn Skandalfilme auch heute noch die Zuschauer. Uhrwerk Orange stellt speziell die Frage, ob Menschen von Natur aus böse sind.

Zu Beginn des Filmes übertrifft die Hauptfigur Alex alle in in Sachen Brutalität, dies ändert sich aber bald. Nach seiner Therapie ist er unfähig, sich körperlich zu wehren. Seine ehemaligen Freunde und Opfer nutzen seine neue Hilflosigkeit aus, um gnadenlose Rache nehmen zu können.

Hat Alex die Rache verdient oder ist sie nur ein Beweis dafür, dass alle Menschen zu Tätern werden, wenn sich die Möglichkeit dazu bietet?

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Zeiten des Aufruhrs: Das Land der toten Träume

  • Roman: Zeiten des Aufruhrs (1961) von Richard Yates
  • Film: Zeiten des Aufruhrs (2008) mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet
  • Thema: Wenn deine Träume in dir sterben

Unsichtbar, aber tonnenschwer – Richard Yates lieferte mit seinem Erstlingswerk einen erdrückenden Roman über den Konformitätsdruck der US-amerikanischen McCarthy-Ära in den Fünfzigerjahren.

Zeiten des Aufruhrs ist die traurige Geschichte über ein junges Ehepaar und deren Träume, die sich allesamt im Sand verlaufen. Denn statt den gemeinsamen Wunsch in die Tat umzusetzen, nach Frankreich auszuwandern, leben sie ihren unglücklichen Alltag gemäß aller Konventionen weiter.

Die Filmversion von 2008 mit dem Titanic-Traumpaar Leonardo DiCaprio und Kate Winslet in den Hauptrollen steht dem Original in Sachen Beklemmung in nichts nach.

Leonardo DiCaprio und Kate Winslet als unglückliches Ehepaar in dem Drama Zeiten des Aufruhrs
„Bin ich glücklich?“ – Dem Ehepaar in Zeiten des Aufruhrs fehlt der Mut zum Umdenken | © DreamWorks Pictures

Beide Werke lösen beim Zuschauer die Fragen aus: Verfolge ich meine Träume? Ist meine Beziehung anders als die auf der Leinwand? Klammere ich mich auch blind und verzweifelt an Sicherheit und Geborgenheit?

Die Handlung zeigt nicht mit dem Finger auf lebensferne Themen, sondern lässt den Zuschauer mit dem flauen Gefühl im Magen zurück, den eigenen Lebensstil und die persönliche Zufriedenheit auf den Prüfstand zu stellen.

Auch diese 12 Filme zeigen, dass Liebe und Beziehungen so viel mehr als nur rosarote Wolken und liebliche Dates sind. Sie zeigen die Liebe realistisch mit all ihren Höhen und Tiefen.

Zeiten des Aufruhrs ist bei Maxdome verfügbar (Link zur Anzeige).

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Laura Krimmer
Autor(in): Laura Krimmer
Redakteurin für QUADRATAUGE – Festangestellt bei der Webedia-Group, zu der auch moviepilot.de und filmstarts.de gehören. | Berufserfahrung: Arbeitete zuvor mehrere Jahre als Redakteurin für Mode- & People-Redaktionen wie OK!, Stylebook.de und klatsch-tratsch.de . | Ausbildung: Universität Hagen | Spezialgebiete: Reality-TV, Mode, People und Frauenpower | Lieblingsfilme und -serien: Tatsächlich Liebe, The Arrival und Modern Family | Wie das Team sie sieht: Von Pop-Starlets bis Rap-Gangster, von Kinderfilmen zu Oscar-Dokus, vom Grammy über die Fashion-Week bis hin zum Oscar - Laura liebt Popkultur mit allen ihren Facetten und endlosen Verknüpfungen.

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