Home Filme & Serien Schockstarre: Die 6 grausamsten Psychopathen aus Film, Serie und Doku

Schockstarre: Die 6 grausamsten Psychopathen aus Film, Serie und Doku

von Sven Schüer
Charles Manson in Charles Manson: Die verschollenen Filmaufnahmen | © MG RTL D
Lesezeit: 6 Min.

RTL Crime bringt am 14. und 21. Juni mit der Schock-Doku Charles Manson: Die verschollenen Filmaufnahmen Licht in die dunkle Psyche eines geisteskranken Wahnsinnigen. Der weltberühmte Serienmörder und seine Manson Family sind aber nicht die einzigen Psychopathen, die es zu zweifelhaftem Ruhm gebracht haben. Wir haben 6 Psychopathen aus Film, Serie und Doku gefunden, die dir das Blut in den Adern gefrieren lassen.

In zwei 60-minütigen Episoden zeigt RTL Crime am 14. und 21. Juni bisher unveröffentlichte Filmaufnahmen und Interview-Mitschnitte mit Mitgliedern der Manson Family.

Serienkillerinnen wie Diane „Snake“ Lake und Catherine „Gipsy“ Share, die im Auftrag von Manson Menschen ermordeten, kommen darin zu Wort und bieten einen faszinierenden Einblick in die abstruse Gedankenwelt des berüchtigten Sektenführers.

 Charles Manson gab sich den Beinamen Jesus Christ | © MG RTL D

Charles Manson gab sich den Beinamen Jesus Christ | © MG RTL D

Über 100 Stunden Filmmaterial aus dem innersten Kreis der Manson Family sammelte Produzent Simon Andreae (Morgen Freeman: Mysterien des Weltalls) dank der Hilfe eines Privatdetektivs. Vieles davon war zuvor noch nie gesichtet worden und wirft nun einen Blick auf die Psychen der handelnden Personen. Erste verstörende Einblicke gibt der Trailer zur Doku von RTL Crime.

Doch Charles Manson ist lange nicht der einzige Psychopath, der sein Unwesen in der Weltgeschichte trieb. Hier kommen sechs Psychopathen aus Film, Serie und Doku, die dir das Blut in den Adern gefrieren lassen.

Charles Manson: Die verschollenen Filmaufnahmen läuft am 14. und 21. Juni jeweils um 20:15 Uhr bei RTL Crime.

Film-Psychopathen: Eine Serienkillerin und ein Börsenhai

Monster: Charlize Theron als Serienmörderin Aileen Wuornos

Schockierende Charakterstudie mit einer grandiosen Charlize Theron als Killerin.

Darum solltest du Monster sehen:

Wonder Woman-Regisseurin Patty Jenkins (The Killing) gelang 2003 mit Monster ein berührendes Drama über das Leben der Serienmörderin Aileen Wuornos, die 1989 und 1990 wahrscheinlich sieben Männer tötete. Sechs Morde werden ihr zugerechnet, der siebte konnte ihr nie nachgewiesen werden.

Charlize Theron und Christina Ricci in Monster | © Newmarket Film Group

Charlize Theron ist als Serienkillerin Aileen Wuornos kaum wiederzuerkennen | © Newmarket Film Group

Charlize Theron (Mad Max: Fury Road) verkörpert in Monster die kranke Serienkillerin und überzeugte die Kritiker mit ihrer Darstellung voll und ganz. Die Südafrikanerin nahm für die Rolle 14 Kilogramm zu, trug eine Zahnprothese, rasierte sich die Augenbrauen ab und ist im Film kaum wiederzuerkennen. Filmkritiker Roger Ebert bezeichnete Therons Darstellung als eine der besten Schauspielleistungen der Filmgeschichte.

Lass die Finger weg, wenn …

… du mit der unterschwelligen Moralkeule nichts anfangen kannst. Bei aller Klasse von Monster besteht der Eindruck, Regisseurin Jenkins suche mit ihrem Film nach einer Rechtfertigung für Wuornos Taten. Häufig wird die Killerin in der Opferrolle gezeigt, während ihre männlichen Gegenüber meist gewisse Züge von Bösewichten aufweisen.

Monster ist bei Maxdome verfügbar (Link zur Anzeige).

Wall Street: Michael Douglas als skrupelloser Börsenmakler Gordon Gekko

Kultfilm inklusive Kapitalismuskritik mit einem Psychopathen in der Hauptrolle.

Darum solltest du Wall Street sehen:

Dass Psychopathen nicht immer nur Mörder oder Vergewaltiger sein müssen, wird eindrucksvoll im Klassiker Wall Street von Regisseur Oliver Stone (Alexander) bewiesen. Denn das Krankheitsbild Psychopathie kann auch bedeuten, dass eine Person den Bezug zur Realität verliert.

So war es vermutlich auch bei den Börsenmaklern Ivan Boesky und Carl Icahn, die als Vorbilder für Gordon Gekko (Michael Douglas) in dem Börsendrama dienten. Insofern handelt es sich auch bei der Kultfigur, die in Wall Street den hartnäckigen, aber erfolglosen Bud Fox (Charlie Sheen) unter ihre Fittiche nimmt, in gewisser Weise auch um einen Psychopathen.

Das bestätigten jüngst auch zwei belgische Wissenschaftler in einer Studie über Film-Psychopathen, die Gekko als „geborenen Psychopathen“ bezeichnen.

Michael Douglas und Charlie Sheen in Wall Street | © Twentieth Century Fox of Germany GmbH

Bud Fox (Charlie Sheen) klebt an den Lippen von Gordon Gekko (Michael Douglas) | © Twentieth Century Fox of Germany GmbH

Kritiker lobten Wall Street vor allem für seine schauspielerischen Glanzpunkte. Die berühmte „Gier-ist-Gut“-Rede von Douglas sticht dabei heraus und unterstreicht auch die Kapitalismus-Kritik, die in jeder Filmminute mitschwingt.

Der in Wall Street gezeigte Lebensstil gestaltet sich zwar nicht ganz so dekadent wie in Wolf of Wall Street mit Leonard DiCaprio (Titanic). Trotzdem zeichnet Regisseur Stone ein verstörendes Bild einer ganzen Branche.

Lass die Finger weg, wenn …

… du als Hardcore-BWLer auf Moralpredigten verzichten kannst. Schau dir lieber Wolf of Wall Street an, denn dort ist die Kapitalismus-Kritik auf jeden Fall leichter auszublenden. Das geht aber sicher auch bei Wall Street, denn Michael Douglas fasziniert als Gordon Gekko auf ganzer Linie.

Wall Street ist bei Maxdome und Sky verfügbar (Links zu Anzeigen).

Serien-Psychopathen: Ein Horror-Hotelier und Jack the Ripper

American Horror Story: H.H. Holmes und sein Horror-Hotel

Stilvoll inszenierte Schock-Serie, in der sich Killer und Psychopathen die Klinke in die Hand geben.

Darum solltest du American Horror Story sehen:

Die Kult-Horror-Anthologie-Serie American Horror Story bietet alles, was das Herz eines Horror-Fans höherschlagen lässt und besticht nicht nur mit atemberaubender Spannung, sondern auch mit großen Stars und wahren Geschichten echter Psychopathen.

Evan Peters in American Horror Story | © 20th Century Fox Home Entertainment

Diesem Hotelier (Evan Peters) sollte wirklich niemand vertrauen | © 20th Century Fox Home Entertainment

Der Niederträchtigste unter ihnen findet in der fünften Staffel Platz: H.H. Holmes, der in American Horror Story von Evan Peters (X-Men: Zukunft ist Vergangenheit) verkörpert wird. Dort nennt sich der Killer zwar James March, seine Charakterisierung und vor allem sein Vorgehen lassen aber keinen Zweifel daran, dass Holmes als Inspiration diente.

Der Psychopath gilt als erster Serienmörder der USA und baute 1883 ein Horror-Hotel mit zahlreichen Folterkammern, Fallen und Mordwerkzeugen. Hier nahm Holmes vor allem junge alleinstehende Frauen auf und folterte sie zu Tode. Eine genaue Opferzahl lässt sich heute nicht mehr feststellen. Die Schätzungen gehen von einigen Dutzend bis hin zu 200 Opfern aus.

Lass die Finger weg, wenn …

… dir exzessive Inszenierungen ein Dorn im Auge sind. American Horror Story will schockieren, und das schafft die Serie ohne große Probleme. Blut? Zerdrückte Schädel? Tote Babies? Check! Das gefällt sicher nicht jedem.

Serienkiller, Grusel und Gore sind voll dein Ding? Wir empfehlen dir 7 Horrorserien, so hart wie American Horror Story.

American Horror Story ist bei Maxdome und Netflix verfügbar (Links zu Anzeigen).

Ripper Street: Alle jagen Jack the Ripper

Geheimtipp aus England, der überraschend brutal daherkommt.

Darum solltest du Ripper Street sehen:

Ripper Street gehört zu den absoluten Geheimtipps im Serienbereich. Die BBC-Produktion setzt im April 1889 in London ein. Sechs Monate sind seit dem letzten Mord des berüchtigten Serienkillers Jack the Ripper vergangen, als plötzlich neue mysteriöse Todesfälle gemeldet werden.

Also nimmt die Sondereinheit unter der Führung von Detective Inspector Edmund Reid (Matthew MacFadyen) die Ermittlungen wieder auf.

Adam Rothenberg, Jerome Flynn und Matthew MacFadyen in Ripper Street | © BBC

Jerome Flynn, Matthew McFadyen und Adam Rothenberg als brillante Ermittler in Ripper Street | © BBC

Kritiker lobten Ripper Street förmlich über den Klee. Schauspielerisch bietet die Serie einige der besten Leistungen, die du in der bunten Welt der TV-Serien finden wirst. Die Charaktere sind grandios ausgearbeitet, ihre Handlungen jederzeit nachvollziehbar. Das Setting wirkt authentisch, die Ermittlungen sind hochspannend und die Kampfszenen an Intensität kaum zu überbieten.

Lass die Finger weg, wenn …

… du Serienunterhaltung neben dem Abendessen suchst. Verschiebe das Binge-Watchen lieber auf später. Denn Ripper Street ist nicht nur verdammt gut, sondern auch mindestens genauso brutal.

Reise in The Alienist mit Daniel Brühl ins New York der 18. Jahrhunderts, erlebe die Geburtsstunde der Kriminalpsychologie und fasse einen kranken Killer.

Ripper Street ist bei Maxdome verfügbar (Link zur Anzeige).

Doku-Psychopathen: Schockierende Geschichten aus dem Leben

Ted Bundy – Selbstporträt eines Serienkillers: Die Definition des herzlosen Bösen

Atemberaubende, aber auch schockierende Doku über einen der grausamsten Killer aller Zeiten.

Darum solltest du Ted Bundy – Selbstporträt eines Serienkillers sehen:

Sadistisch, soziopathisch und laut seiner Anwältin „die Definition des herzlosen Bösen“ – Frauenmörder Ted Bundy verkörpert alles davon und noch vieles mehr.

Der US-Amerikaner brachte zwischen 1974 und 1978 mindestens 30 Frauen und Mädchen um, vielleicht war die Zahl sogar noch größer. Dabei ging er äußerst grausam vor und bezeichnete sich selbst einmal als „den herzlosesten Scheißkerl unter der Sonne“.

Ted Bundy in Ted Bundy Selbstporträt eines Serienkillers | © Netflix

Ted Bundy verführte seine Opfer mit seinem sympathischen Auftreten | © Netflix

Regisseur Joe Berliner (Metallica – Some Kind of Monster) setzt sich in Ted Bundy – Selbstporträt eines Serienkillers in vier Episoden mit dem berüchtigten Killer auseinander, der 1982 mit der Giftspritze hingerichtet wurde. Dafür wertete er über 100 Stunden Interview-Material mit Bundy selbst, seiner Familie, Freunden, Opfern und Ermittlern aus und präsentiert mit der Doku-Serie ein schockierendes Bild des Psychopathen.

Lass die Finger weg, wenn …

… du Psychologie studiert hast und ein umfassendes Profiling erwartest. Ted Bundy – Selbstporträt eines Serienkillers gibt intime Einblicke in die Psyche des Killers, lässt die Motive aber größtenteils im Dunkeln. Das dürfte viele Zuschauer enttäuschen.

Serienkiller kommen oft verführerisch daher. Lies bei uns über 5 Film- und Serien-Bösewichte, die Fans erschreckend heiß finden.

Ted Bundy – Selbstporträt eines Serienkillers ist bei Netflix verfügbar (Link zur Anzeige).

Hitler – Eine Karriere: Schockierende Doku über den Führer bei Netflix

Skandal-Doku der 1970er-Jahre mit unaufgeregtem Erzählstil, die aber nicht weniger schockiert.

Darum solltest du Hitler – Eine Karriere sehen:

Dokumentationen über den Völkermörder Adolf Hitler gibt es wie Sand am Meer. Aus der unübersichtlichen Menge der Hitler-Dokus sticht aber ein Werk besonders hervor. Hitler – Eine Karriere stammt aus dem Jahr 1977, ist aber dennoch so aktuell wie jede andere Produktion, die sich mit dem größenwahnsinnigen Führer auseinandersetzt.

Den Regisseuren Joachim Fest und Christian Herrendoerfer gelang mit ihrer dreistündigen Dokumentation damals, was vorher nicht denkbar war: Sie entkoppelten die mystifizierte Figur Adolf Hitler von den Entnazifizierungstendenzen der deutschen Gesellschaft und ließen die Bilder für sich sprechen. Das gefiel nicht allen Kritikern, obwohl man es schaffte, ein authentisches Bild des Führers zu erzeugen, dass nicht weniger schockierend ist als die Botschaft anderer Hitler-Dokus.

Lass die Finger weg, wenn:

… du ausschließliches Hitler-Bashing erster Güte erwartest. Hitler – Eine Karriere setzt auf eine berichtend-neutrale Tonalität und schockiert damit umso stärker.

Hitler – Eine Karriere ist bei Netflix und Maxdome verfügbar (Link zur Anzeige).

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