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Alle Filme von Quentin Tarantino: Das ultimative Ranking

von Sebastian Daniels
Der Cast von Once Upon a Time... in Hollywood
Lesezeit: 10 Min.

Alle Filme von Quentin Tarantino sind grandios – darüber dürften sich sämtliche Cineasten einig sein. Doch welcher ist wirklich sein bester Film? Hier kommt QUADRATAUGE ins Spiel! Vergiss all die anderen Bestenlisten, die dich für dumm verkaufen wollen. Wir haben sie: die endgültige Antwort, das Ende deiner Suche – kurz: Das ultimative Ranking aller Tarantino-Filme.

Quentin Tarantino – dieser Name ist längst zur eigenen Marke geworden. Der 56-jährige Autodidakt legte eine beispiellose Karriere vom eingefleischten Filmfan zum preisgekrönten Regisseur hin. Zitierte er einst noch fleißig die Popkultur, ist er heute selbst ein elementarer Bestandteil derselbigen.

Tarantinos Filme strotzen vor Kreativität, Leidenschaft und Ästhetik. Ob es die pointierten und im besten Sinne andersartigen Dialoge sind oder die außergewöhnliche Verschmelzung von Gewalt, Musik und schwarzem Humor – sein Stil ist und bleibt unverkennbar.

Mit Once Upon a Time … in Hollywood läuft derzeit sein neuer Film im Kino, der nach eigenen Angaben sein vorletzter überhaupt als Regisseur sein wird. Mit einer Träne im Knopfloch haben wir uns deshalb noch einmal seine Filmographie angeschaut und all seine Werke in einem ultimativen Top 10-Ranking geordnet.

The Hateful 8: Eiskalter Kammerspiel-Western für Hartgesottene

Wyoming, 1877: Acht Fremde – darunter zwei Kopfgeldjäger, ein Sheriff und eine Verbrecherin – treffen während eines Schneesturms in einer Berghütte aufeinander. Es dauert nicht lange und die von Misstrauen und Abneigung geprägte Atmosphäre eskaliert. Was folgt, ist eine blutige Gewaltorgie mit einigen überraschenden Wendungen.

Darum solltest du The Hateful 8 sehen:

Hier konnte Quentin Tarantino seine Liebe zu Western vollends ausleben: Markige Charaktere, wunderschöne Landschaftsaufnahmen und die atemberaubenden (sowie oscarprämierten) Kompositionen von Ennio Morricone brachte der Regisseur in The Hateful 8 hervorragend in Einklang und belebte so – ähnlich wie diese 4 Westernfilme – das Genre neu.

Dass die Story in gewisser Weise an Alfred Hitchock und Agatha Christie erinnert, ist darüber hinaus ein weiterer cleverer Schachzug, den man in dieser Form wohl noch nie im Westerngenre erlebt hat. Tarantino erschafft so eine überraschend düstere Atmosphäre, die von Minute zu Minute an bedrohlicher Spannung gewinnt.

Der Cast von The Hateful 8

In The Hateful 8 hat jede Figur ein dunkles Geheimnis | © Universum Film (UFA)

Diese Szenerie vermischt er mit einer ebenfalls unerwarteten politischen Komponente und zaubert daraus ein wendungsreiches Anti-Rassismus-Drama, das in beißendem Zynismus und eruptiver Gewalt mündet.

Lass die Finger weg, wenn…

…du mit ausschweifenden Dialogszenen nicht viel anfangen kannst. Wer Tarantinos Filme kennt, weiß natürlich, dass diese ein Markenzeichen von ihm sind. Doch selbst Fans müssen zugeben, dass er es in The Hateful 8 in dieser Hinsicht etwas übertreibt und damit die Handlung an manchen Stellen ausbremst. Eine halbe Stunde weniger Laufzeit hätte hier sicherlich gutgetan.

Death Proof: Ein Film wie eine Jukebox

Was passiert, wenn ein psychopathischer Stuntman auf eine Gruppe von toughen Frauen trifft? Death Proof liefert die Antwort auf diese Frage, die sich wahrscheinlich nur Quentin Tarantino gestellt hat. Doch sein mörderischer Protagonist Stuntman Mike (Kurt Russell) hätte sich besser nicht mit den jungen Damen angelegt, denn diese schlagen gnadenlos zurück.

Darum solltest du Death Proof sehen:

Als bewusst fehlerhafte Hommage an das Trashkino der Siebzigerjahre konzipiert, ist Death Proof von Anfang bis Ende ein herrlich absurdes Vergnügen. Tarantino, der auch als Kameramann fungierte, liefert hier ein knalliges Feuerwerk ab, gespickt mit filmischen Referenzen, überzogener Gewalt und einem fantastischen Soundtrack.

Wie ein Kind in einem Bällebad tobt sich der Meisterregisseur in jeder Szene aus und legt dabei dennoch eine lässige Lockerheit an den Tag, dass es einfach nur eine Freude ist. In Kurt Russell fand er zudem die optimale Besetzung für den fahrenden Killer, der auf Pfaden zwischen Coolness, Wahnsinn und Lächerlichkeit wandelt.

Der Cast von Death Proof

Eine Hommage an die B-Movies der 70er: Death Proof | © Universum Film (UFA)

Death Proof ist Tarantinos Liebesbrief an das Exploitation-Genre, der in seiner beabsichtigten Mangelhaftigkeit geradezu perfekt ist und sich damit eindeutig von diesen 10 bekloppten Trashfilmen abhebt.

Lass die Finger weg, wenn…

…du ein Verfechter der Subtilität bist. Grundsätzlich bist du dann bei Tarantino-Filmen immer an der falschen Adresse, aber Death Proof schert sich wohl am allerwenigsten um Fingerspitzengefühl und Zurückhaltung. Hier geht es schamlos zur Sache – mit heulenden Motoren, knappen Höschen und abgetrennten Gliedmaßen.

Kill Bill: Vol. 2: Eine „Braut“ auf Rachemission

Im zweiten Teil von Tarantinos Kill Bill-Epos steht Killerin Beatrix Kiddo alias „Die Braut“ (Uma Thurman) ihrem Endgegner Bill (David Carradine) gegenüber und will ihre Rache endlich vollenden. Zuvor muss sie jedoch noch zwei weitere seiner Schergen ausschalten.

Darum solltest du Kill Bill: Vol. 2 sehen:

Nach dem Gemetzel in Kill Bill: Vol. 1 (siehe Platz 5) lenkt Tarantino das Geschehen um Auftragskillerin Beatrix Kiddo in ruhigere Bahnen. Dadurch entpuppt sich der kompromisslose Rachethriller als ein erstaunlich ergreifendes Drama um eine Mutter und ihr verloren geglaubtes Kind.

Der Regisseur kann sich dabei voll und ganz auf seine Hauptdarstellerin Uma Thurman verlassen, die den inneren Konflikt ihrer Figur – nämlich die Hassliebe zu Bill – gekonnt nach außen trägt und trotz ihrer Brutalität niemals an Menschlichkeit verliert.

Uma Thurman in Kill Bill: Vol. 2

Mit der Braut legt man sich besser nicht an… | © StudioCanal

Zudem sind die Anleihen an das asiatische Kino und den Spaghetti-Western unübersehbar und machen Kill Bill: Vol. 2 zu einem furiosen Fest für Augen, Ohren, Herz und Verstand.

Lass die Finger weg, wenn…

…dir Genre- und Tempowechsel schlechte Laune machen. Kill Bill: Vol. 2 hat nämlich jede Menge davon und könnte damit dem einen oder anderen Zuschauer vor den Kopf stoßen.

Jackie Brown: Schmuggelnde Stewardess mit Soul

Die titelgebende Jackie Brown (Pam Grier) schmuggelt für den Gangster Ordell Robbie (Samuel L. Jackson) Geld über die amerikanisch-mexikanische Grenze. Als sie dabei erwischt wird, soll sie der Polizei als Spitzel dienen. Doch Stewardess Jackie hat ganz andere Pläne und versucht, beide Seiten gegeneinander auszuspielen.

Darum solltest du Jackie Brown sehen:

Quentin Tarantinos dritte Regiearbeit ist zugleich seine gemäßigste. Unaufgeregt und fast schon entschleunigt, präsentiert er eine schwarzhumorige Story aus der Welt des Verbrechens. Das erste und bisher letzte Mal adaptierte er dafür einen Roman, nämlich Rum Punch von Krimi-Autor Elmore Leonard.

Tarantinos Handschrift ist dennoch unverkennbar: Begleitet von einem ausgezeichneten Soul-Soundtrack, beleuchtet er das Geschehen aus verschiedenen Blickwinkeln, ohne dabei das Wesentliche aus den Augen zu verlieren. Zu der clever konstruierten Handlung gesellen sich außerdem die gewohnt coolen Charaktere und geniale Dialoge.

Der Cast von Jackie Brown

Romanverfilmung à la Tarantino: Jackie Brown | © Universum Film (UFA)

Wieder einmal bestätigte Tarantino hier auch seine Fähigkeit, Schauspielern ein Comeback zu ermöglichen. Beim Schreiben des Drehbuchs hatte er bereits Pam Grier für die Rolle der Jackie Brown im Kopf. Die Blaxploitation-Ikone ließ sich nicht zweimal bitten und erhielt für ihre authentische und einfühlsame Darstellung sogar eine Golden Globe-Nominierung.

Lass die Finger weg, wenn…

…du dir eine komplett originalgetreue Verfilmung der literarischen Vorlage erhoffst. Vom Titel mal ganz abgesehen, hat sich Tarantino einige künstlerische Freiheiten erlaubt. So ist beispielsweise die Hauptfigur im Buch eigentlich weiß. Den Autoren Elmore Leonard störte das jedoch keineswegs, er sprach sogar vom besten Drehbuch, das er je gelesen habe.

Once Upon a Time… in Hollywood: Nostalgisches Sittenbild mit exzellenter Starriege

Der alternde Schauspieler Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) und sein bester Freund und Stuntdouble Cliff Booth (Brad Pitt) brennen auf ein Comeback im Showgeschäft. Dessen Verlockungen sind in Person des aufstrebenden Hollywood-Sternchens Sharon Tate (Margot Robbie) in Ricks Nachbarschaft eingezogen. Zur gleichen Zeit treibt aber auch die mordende Manson Family in Kalifornien ihr Unwesen…

Darum solltest du Once Upon a Time … in Hollywood sehen:

Man könnte Tarantinos neuesten Film fast schon als ein frisches Alterswerk bezeichnen. In Once Upon a Time … in Hollywood wirft er nämlich einen sehnsüchtigen Blick zurück in eine Zeit, in der die Traumfabrik ihre Unschuld verlor. Diesen Übergang mit der Nachbarschaft von Sharon Tate und (dem fiktiven) Rick Dalton zu symbolisieren, ist eine geradezu brillante Idee.

Dabei ist der Regie-Exzentriker überhaupt nicht groß an einer ausgefeilten Geschichte interessiert, sondern vielmehr an der Alltagsdarstellung der Protagonisten. Dafür lässt er sich viel Zeit und katapultiert die Figuren somit direkt in die Herzen der Zuschauer. Brad Pitt und Leonardo DiCaprio danken es ihm und liefern in ihren Rollen großartige Leistungen ab.

Der Cast von Once Upon a Time... in Hollywood

Volle Starpower in Once Upon a Time… in Hollywood | © Sony Pictures

Das alles sowie die detailverliebte Ausstattung des Films, die witzigen Hollywood-Anekdoten und das fulminante Finale machen Once Upon a Time … in Hollywood zu einem Erlebnis, das es in dieser Form wohl noch nie gegeben hat.

Lass die Finger weg, wenn…

…du eine analytische Darstellung der Manson Family und ihrer Taten erwartest. Deren Existenz dient dem Film eher als Rahmen. Zudem vermischt Tarantino abermals Fakten und Fiktion auf die ihm ganz eigene Weise, was im Vorfeld bereits einige Kontroversen auslöste und sicherlich nicht jedermanns Geschmack trifft.

Mehr Filme, Serien und Dokus über Charles Manson und andere Psychopathen findest du in diesem Artikel.

Kill Bill: Vol. 1: Der etwas andere Samuraifilm

Als „Die Braut“ aus ihrem vierjährigen Koma erwacht, fasst sie einen klaren Plan. Sie fertigt eine Todesliste mit fünf Namen an, auf der nicht nur ihr Ex-Liebhaber und -Boss Bill steht, sondern auch dessen gesamte Killertruppe, zu der sie einst gehörte. Diese Personen sind für ihren Beinahe-Tod verantwortlich und müssen nun dafür büßen.

Darum solltest du Kill Bill: Vol. 1 sehen:

Tarantino verarbeitete in Kill Bill: Vol. 1 seine Liebe zu Martial Arts-Filmen, die er als Kind und Teenager konsumierte und setzte dem Genre damit ein Denkmal. Der von seiner Hauptfigur durchgeführte Rachefeldzug ist zwar an radikaler Gewalt kaum zu überbieten, zugleich aber mit so viel Hingabe inszeniert, dass man gar nicht wegschauen kann und will.

Atemberaubende Kampfchoreografien wechseln sich mit meditativen Sequenzen ab und entwickeln einen faszinierenden Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann.

Uma Thurman in Kill Bill: Vol. 1

Uma Thurman als kampfstarke Killerin in Kill Bill: Vol. 1 | © StudioCanal

Tarantino legte hier endgültig seine Reifeprüfung als Regisseur ab und baute so seinen Status als Kult-Filmemacher weiter aus. In jeder Szene ist zu spüren, wie viel Herzblut er in dieses Projekt steckte. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass er sich nach dem Vorgänger Jackie Brown ganze sechs Jahre für dieses glorreiche Glanzstück Zeit ließ.

Lass die Finger weg, wenn…

…du einen empfindlichen Magen hast. Zwar ist die Gewalt in Kill Bill: Vol. 1 extrem überstilisiert, doch die gigantische Menge an Blutfontänen und umherfliegenden Körperteilen ist sicher nichts für schwache Gemüter.

Reservoir Dogs: Blutige Ballade mit Männern in Anzügen

In einem Lagerhaus treffen sich mehrere Kriminelle, nachdem ihr Raubüberfall auf einen Diamantenhändler komplett schiefgelaufen ist. Schnell wird ihnen klar, dass unter ihnen ein Verräter sein muss. Plötzlich verdächtigt jeder jeden und nicht alle werden das Lagerhaus wieder lebend verlassen.

Darum solltest du Reservoir Dogs sehen:

Das Regiedebüt von Quentin Tarantino ist ein kleines Meisterwerk, in dem bereits die eigenwillige Handschrift des späteren Großmeisters zu erkennen ist. Ausgelassene Dialoge, die sich mit der Popkultur auseinandersetzen sowie unglaublich cool in Szene gesetzte Charaktere machen Reservoir Dogs zu einem außergewöhnlichen Vergnügen.

Tarantino konzentriert sich in seinem Film ausschließlich auf die Figuren und deren Dynamik untereinander. Der Überfall selbst ist zwar Gesprächsthema, wird aber nie gezeigt. Mit Hilfe von Rückblenden und einer kammerspielartigen Atmosphäre steigt die Spannung dennoch stetig und kulminiert in einem grandiosen Mexican Standoff.

Der Cast von Reservoir Dogs

Verbrecher mit Stil: Reservoir Dogs | © Universum Film (UFA)

Wie er Musik und Gewalt unter einen Hut bringt, wusste der damals 28-jährige Regisseur ebenfalls schon. Die Folterszene in der Mitte des Films ist heute legendär und ein charakteristisches Musterbeispiel für Tarantinos Stil.

Lass die Finger weg, wenn…

…du spektakuläre Action erwartest. Reservoir Dogs konzentriert sich nämlich vordergründig auf die psychologische Spannung, weshalb es auch relativ wenig Schusswechsel gibt. Sollte dir das nicht ausreichen, seien dir als Alternative die 5 besten Actionfilme aller Zeiten ans Herz gelegt.

Inglourious Basterds: Wenn das Kino über den Nationalsozialismus triumphiert

Eine jüdische Kampftruppe macht Jagd auf Nazis, ein multilingualer SS-Oberst treibt sein perfides Spiel und eine rachsüchtige Französin plant die komplette Vernichtung der NS-Regierung. In Inglourious Basterds führt Quentin Tarantino diese Handlungsstränge zusammen und zaubert daraus ein einzigartiges Weltkriegsmärchen.

Darum solltest du Inglourious Basterds sehen:

Ein Kriegsfilm von Tarantino? Die Skepsis einiger Kritiker im Vorfeld war völlig unbegründet, wie sich nach der Premiere des Films herausstellte. Gewohnt unkonventionell, aber niemals respektlos, machte er die Schrecken des Zweiten Weltkriegs deutlich und schrieb dessen Ausgang einfach um. So viel Kontrafaktizität darf sich vermutlich nur Tarantino erlauben.

Welch erzählerisches Genie in ihm steckt, machte er ebenfalls klar. So nutzte er das historische Setting, um eine Ode an die Macht des Kinos zu präsentieren: Am Ende siegt die Liebe zum Medium Film über den Nationalsozialismus. Zerstörung und Zärtlichkeit lagen noch nie so nah beieinander.

Der Cast von Inglourious Basterds

In Inglourious Basterds wird die Weltgeschichte umgeschrieben | © Universal Pictures

Darüber hinaus holte Tarantino wieder einmal das Maximum aus seinen Schauspielern heraus. Vor allem Christoph Waltz brilliert in seiner Rolle als gewiefter Schurke und verdiente sich seinen Nebendarsteller-Oscar redlich. Seine so ambivalente wie fesselnde Performance ermöglichte ihm schließlich den Karrieresprung zum Hollywood-Star.

Lass die Finger weg, wenn…

…dir der korrekte Umgang mit historischen Ereignissen extrem wichtig ist. Tarantino stellt die Weltgeschichte hier gehörig auf den Kopf und lässt seiner Fantasie freien Lauf. Als Recherchematerial für den Geschichtsunterricht sollte Inglourious Basterds also keinesfalls dienen.

Django Unchained: Western-Wahnsinn mit Witz und Waltz

Der Sklave Django (Jamie Foxx) wurde von seiner geliebten Frau Broomhilda (Kerry Washington) getrennt. Als er vom Kopfgeldjäger Dr. King Schultz (Christoph Waltz) befreit wird, erhält er die Chance, sie zurückzuholen. Als Gegenleistung soll er Schultz bei der Jagd nach gesuchten Verbrechern helfen. Eine äußerst effektive Partnerschaft beginnt…

Darum solltest du Django Unchained sehen:

Django Unchained ist trotz des ernsten Themas der mit Abstand witzigste Film von Quentin Tarantino. Spätestens, wenn in einer Szene die Mitglieder des Ku-Klux-Klans über die Untauglichkeit ihrer Kapuzen diskutieren, sind die ersten Lachtränen geflossen.

Aber auch Figuren wie Dr. King Schultz (2. Oscar für Christoph Waltz) und Bösewicht Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) sind so herrlich exaltiert angelegt, dass die 165 Minuten Laufzeit wie im Flug vergehen. Nicht umsonst erhielt Tarantino für sein abwechslungsreiches und intelligentes Drehbuch den Oscar.

Der Cast von Django Unchained

Mit Django Unchained schuf Quentin Tarantino seinen ersten Western | © Sony Pictures

Für den Western nahm er sein immer beliebtes Rachemotiv und formte daraus einen überaus unterhaltsamen sowie bildgewaltigen Buddy-Movie. Django Unchained ist der Beweis: Tarantino wurde für das Kino erschaffen – und das Kino für Filme wie diesen.

Lass die Finger weg, wenn…

…dir die für Tarantino typischen Referenzen an die Filmgeschichte schon immer auf die Nerven gegangen sind. Auch in Django Unchained macht er davon reichlich Gebrauch und aus seiner Liebe zu Italowestern und Blaxploitation-Filmen keinen Hehl.

Ob du ein echter Tarantino-Experte bist, kannst du übrigens in unserem Quiz über den legendären Kult-Regisseur herausfinden.

Pulp Fiction: Ein Kult-Klassiker als Tarantinos Meisterstück

Die in Kapiteln erzählte Geschichte handelt von einem geschwätzigen Killer-Duo, einem Gangsterboss sowie seiner rebellischen Frau und einem alternden Boxer. Deren Wege kreuzen sich während des Films immer wieder, was zu blutigen und nervenaufreibenden Auseinandersetzungen führt.

Darum solltest du Pulp Fiction sehen:

Die armen Seelen, die Pulp Fiction bei den Filmfestspielen von Cannes im Jahr 1994 mit Buhrufen quittierten, schämen sich wahrscheinlich heute noch dafür. Denn nicht nur, dass Tarantino für seinen erst zweiten Film kurz darauf die Goldene Palme gewann, sein Werk revolutionierte auch das klassische Erzählkino und gilt heute als einer der besten Filme aller Zeiten.

Die Hommage an alte Groschenromane sprüht vor Einfallsreichtum, Witz und Charisma. Noch nie zuvor waren Dialoge so trivial und geistreich zugleich. Doch Tarantino machte diese Art des Drehbuchschreibens salonfähig und schwang sich von heute auf morgen zu einem der gefragtesten Regisseure Hollywoods auf.

Samuel L. Jackson und John Travolta in Pulp Fiction

Samuel L. Jackson und John Travolta als geschwätzige Auftragskiller in Pulp Fiction | © StudioCanal

Der Einfluss von Pulp Fiction auf die Filmwelt ist auch heute noch enorm. Immer wieder findet der Film zahlreiche Nachahmer, die jedoch nie dessen Klasse erreichen. Das Opus magnum Tarantinos ist schlicht und einfach ein Klassiker des postmodernen Kinos, an dem sich nicht nur er selbst messen lassen muss.

Lass die Finger weg, wenn…

…du Filme im Allgemeinen nicht magst. Denn ansonsten gibt es hier keine Ausreden – Pulp Fiction ist ein Muss!

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