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Serien wie Game of Thrones: Die besten Alternativen

von Janna Fund
Lesezeit: 14 Min.

Die achte und letzte Staffel der epischen Fantasy-Saga Game of Thrones startet am 14. April bei Sky. Für alle, die es vor dem Ende ihrer Lieblingsserie graut, haben wir in unserem Serienguide die besten Serien wie Game of Thrones in unseren Alternativen bei Netflix, Maxdome & Co. zusammengefasst. Hier findest du sicher deine neue Lieblingsserie!

Letztes Update am 26.01.2019

Auf den beiden fiktiven mittelalterlichen Kontinenten Westeros und Essos tobt schon seit jeher ein erbitterter Machtkampf um den eisernen Thron der Sieben Königslande. Insbesondere die Familien Lannister, Stark, Targaryen und Baratheon sind die Hauptfiguren in einem Geflecht aus Intrigen, Verrat und Machtspielen.

Die populäre HBO-Serie Game of Thrones setzt neue Maßstäbe in Sachen Konzeption und Entwicklung und wurde für den Qualitätssender zum größten Erfolg nach der Kultserie Die Sopranos. Nach acht Jahren Mitfiebern, Mitfreuen und Mitleiden soll die Serie voraussichtlich zum Ende kommen. Doch es könnte möglicherweise interessante Spin-Offs geben. Und nach Alternativen musst du auch nicht lange suchen, dafür gibt es ja unseren Serienguide!

© HBO

Der Anblick der Drachen ist immer wieder ein Highlight in Game of Thrones | © HBO

Mittelalter-Serien und historische Serien wie Game of Thrones

Die Welt von Game of Thrones ist in ihrer Gesamtheit einzigartig und funktioniert in ihren Versatzstücken so wie jede gute Geschichte: indem etwas Wahres darin steckt. Etwas, das so oder so ähnlich tatsächlich passiert ist.

Autor George R. R. Martin hat sich ausgiebig und querfeldein bei wahren Ereignissen bedient, insbesondere in der englischen Geschichte. Seien es die umstrittenen Verwandtschaftsverhältnisse, die Häuser, die Massaker oder sogar ganze Technologien und ganze Völker. Er erschuf seine Welt, indem er sich das Beste aus unserer Welt auslieh. Er kreierte eine alternative Welt.

The Last Kingdom

Die Vereinigung der Sieben Königslande durch Aegon den Eroberer entspricht der Vereinigung Englands unter William the Conqueror – Wilhelm der ErobererUnd unmittelbar davor spielt The Last Kingdom. Damit ist The Last Kingdom indirekt ein Prequel zu Game of Thrones.

© Des Willie / Carnival Film & Television Limited 2017

The Last Kingdom: Das inoffizielle Prequel zu Game of Thrones | © Des Willie / Carnival Film & Television Limited 2017

Die populäre Historienserie basiert auf der Romanreihe Die Uhtred-Saga (The Saxon Stories) von Bernard Cornwell. Als die Wikinger in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts in England einfallen, wird der kleine Uhtred (Alexander Dreymon) von den Eindringlingen entführt. Der Sprössling einer englischen Adelsfamilie wächst unter den Barbaren auf. Im andauernden Krieg um seine Heimat England muss er sich schließlich als junger Erwachsener der Frage stellen, auf welcher Seite er stehen und für wen er kämpfen will.

Von dem hochkarätigen Cast, den packenden Handlungselementen und den mitreißenden Figuren von The Last Kingdom haben wir euch bereits reichlich vorgeschwärmt. Die authentische Historienserie punktet zudem mit spannenden, aber auch blutigen Kämpfen und intelligenten Strategiespielchen.

Ob The Last Kingdom möglicherweise das neue Game of Thrones für dich werden könnte, verraten wir dir im Video.

The Last Kingdom ist bei Netflix und Maxdome verfügbar (Links zu Anzeigen).

Marco Polo

Eine möglichst historische Welt erschafft die Serie Marco Polo und ist damit der Beweis, dass gute Weltenbildung ihren Ursprung in unserer Geschichte hat. Manches ist eben so ausgeklügelt, dass man es sich unmöglich ausgedacht haben kann:

Der junge Marco Polo, Sprössling eines venezianischen Handelshauses, wächst bei seiner Mutter im Italien des 13. Jahrhunderts auf. Sein Vater Niccolò Polo (Pierfrancesco Favino) ist ständig auf Handelsreisen auf der ganzen Welt unterwegs. Eines Tages schmuggelt sich Marco heimlich an Bord des Schiffes seines Vaters auf dem Weg nach Asien. Dort werden Vater und Sohn von den Mongolen in Gefangenschaft genommen. Schließlich lässt Niccolò seinen Sohn am Hofe des mächtigen Kublai Khan (Benedict Wong) als Pfand zurück.

Lorenzo Richelmy als Marco Polo in der Serie Marco Polo.

Kublai Khan (Benedict Wong) und Marco Polo (Lorenzi Richelmy) Seite an Seite in Marco Polo.

Dort lernt der intelligente junge Mann schnell, sich in der fremden Kultur zu bewegen. Er freundet sich bald mit dem absolutistischen Herrscher Khan an, der über die Mongolei regiert und Enkel des weltberühmten Dschingis Khan sein soll. Intrigen bei Hofe, heimliche Liebschaften, Verrat und Rivalitäten bringen den späteren Schriftsteller allerdings gehörig ins Straucheln. Vor allem seine Liebe zur Blauen Prinzessin Kokachin (Zhu Zhu) droht, ihm schnell zum Verhängnis zu werden.

Marco Polo besticht durch starke Schauwerte und charismatische Hauptdarsteller. Für Zartbesaitete ist die Serie nicht zu empfehlen. Die Gewaltdarstellungen reichen von Hirnmasse, die aus geborstenen Schädeln quillt bis zu außerordentlich plastisch abgeschlagenen Köpfen.

https://www.youtube.com/watch?v=hB-ltNasHVw

Marco Polo ist auf Netflix und Maxdome verfügbar (Links zu Anzeigen).

Rom

Das Prinzip von historischen Figuren, die auf fiktive Charaktere treffen und so die Weltgeschichte maßgeblich prägen, machte sich auch die Serie Rom bereits zunutze.

Die hochwertige und aufwendige Historienserie spielt zwischen den Jahren 52 bis 44 v. Chr. und zeigt in eindrucksvollen Bildern sowohl den Aufstieg Caesars (Ciarán Hinds) vor den Kulissen des Römischen Bürgerkrieges als auch seine Ermordung. Die adlige Elite, repräsentiert von historischen Figuren wie Pompeius, Brutus und Cato, spielt perfide Machtspielchen, um die Anhänger Caesars und den Herrscher selbst gehörig in Schach zu halten.

Ciarán Hinds als Julius Caesar in Rom.

Julius Caesar ist fest entschlossen, Rom mit harter Hand zu regieren | © HBO

Der Legionär Titus Pullo (Ray Stevenson) sowie der römische Offizier Lucius Vorenus (Kevin McKidd) werden als historische Gestalten mit weitgehend fiktiven, dafür umso aufregenderen Handlungssträngen in der Serie in den Mittelpunkt gestellt.

Die zweite Staffel nimmt nicht weniger geschichtlich relevante Themen aufs Korn: Der Aufstieg von Kaiser Augustus sowie die Selbstmorde von Kleopatra und Marc Anton sorgen für spannende Unterhaltung mit historischer Substanz.

Spannende politische Intrigen und Debatten, reichlich Gewalt und Sex – all das setzt Rom gekonnt und glaubwürdig in feinfühligen Drehbüchern um. Dazu kommen hinterlistige Frauenfiguren, Dekadenz und Korruption vom Feinsten sowie reichlich Liebe zum Detail.

Rom ist bei Sky und Maxdome verfügbar (Links zu Anzeigen).

Deadwood

Auch die Westernserie Deadwood folgt einem cleveren Prinzip der Vermischung von Realität und Fiktion und wirkt gerade deswegen so authentisch. Zahlreiche wichtige Charaktere der Handlung basieren auf realen Persönlichkeiten. 

Um einen Schlussstrich unter sein bisheriges Leben zu ziehen, wagt der ehemalige Marshall Seth Bullock (Timothy Olyphant) 1876 in dem Ort Deadwood, wo Goldsucher sich in der Hoffnung auf den Fund großer Schätze angesiedelt haben, einen Neuanfang. Dort begegnet er in dem gesetzlosen Westernkaff dem Revolverhelden Wild Bill Hickok (Keith Carradine) und dem Saloon- und Bordellbesitzer Al Swearengen (Ian McShane). Der ist in finstere Machenschaften verwickelt.

Das Bild zeigt das Poster der Serie Deadwood mit Timothy Oliphant.

In Deadwood treffen der skrupellose Bordellbesitzer Al Swearengen (Ian McShane) und der Ex-Marshall Seth Bullock (Timothy Olyphant) aufeinander | © Paramount Pictures/HBO

Nach der großen Schlacht am Little Bighorn werden zwischen Indianerüberfällen, riskanten Pokerrunden im Saloon und verheerenden Seuchenausbrüchen Status, Macht und Besitz in Deadwood unter den Protagonisten stetig neu ausgehandelt. Trügerische Familienbande, Arzneimittelsüchte und ungelöste Morde aus reiner Gold-Habgier sind in dem düsteren Wildwest-Kaff in South Dakota an der Tagesordnung.

Mit seinen historisch einwandfreien Darstellungen einer gesetzlosen und korrupten Gesellschaft und einem frischen Wildwest-Setting überzeugt Deadwood auf ganzer Linie. Ein modernes Serien-Meisterwerk, das 2004 allerdings noch keinen Hype entfachen konnte, der mit Game of Thrones vergleichbar gewesen wäre. An der Serie selbst lag dieser Umstand aber sicher nicht.

 

Deadwood ist bei Sky verfügbar (Link zur Anzeige).

Epische Serien über Blutrausch, Sex und Gewalt

Da Deadwood genau wie Game of Thrones von HBO stammt, sind die Serien bis zu einem gewissen Grad explizit in ihrer Darstellung. Pay-TV-Serien haben durch die Alterskontrolle andere Möglichkeiten als das klassische Fernsehen, den Blutrausch ihrer Figuren und den des Zuschauers zu bedienen – und ganz nebenbei auch die sexualisierte Darstellung zu nutzen, um zu erzählen. 

Westworld

Jede Form der expliziten Darstellung kommt in Westworld reichlich zur Geltung. Die Western-Serie gerät aber nie in Gefahr, plump oder voyeuristisch anzumuten. Denn die Themen dahinter reißen mit: Die nackte Haut steht für die Entmenschlichung der Hosts und die Gewalt entblößt die moralischen Abgründe der Besucher.

Der HBO-Serienhit, produziert von SciFi-Meister J.J. Abrams, entführt in einen futuristischen Wildwest-Freizeitpark. Hier leben Roboter, die Menschen zum Verwechseln ähnlich sehen und deren Programm sich rund um die Wünsche und Gelüste der Parkbesucher dreht. Ob Saloon-Prostituierte oder Sheriff, alle Roboter tanzen ihren Alltag nach der Feder des Drehbuchschreibers Lee Sizemore (Simon Quarterman) ab.

Roboter entwickeln eigene Gefühle und Befindlichkeiten in Westworld | © HBO

Sicherheitschef Stubbs (Luke Hemsworth) sorgt zwischen geskripteten Prügeleien und Morden für Sicherheit im Park. Doch plötzlich weisen immer mehr Roboter ein fehlerhaftes bewusstes Verhalten auf, das auch Androiden-Vater Dr. Ford (Anthony Hopkins) vorerst nicht erklären kann. Denn dass die Roboter ein Eigenleben entwickeln, war nicht geplant …

Die Serien-Mischung aus Science Fiction und Western mit ihrem hyperrealistischen Setting sorgt für Spannung und innovative Überraschungen – vor allem auch durch sein ausgefallenes Worldbuilding. Für uns ist Westworld ein Meisterwerk und die relevanteste Serie unserer Zeit. Warum? Das erklären wir dir im Video.

 

Westworld ist bei Sky und Maxdome verfügbar (Links zu Anzeigen).

Spartacus

Die Gewalt in Spartacus kommt ähnlich wie im Fantasy-Film 300 daher – comicartig und grotesk. Die Funktion von Gewalt und Sex in dieser historischen Serie ist vor allem die Verbildlichung der Macht über andere, dem zentralen Motiv des Sklavenaufstandes, um den es in der Serie geht. 

Diese Historienserie zeigt die Geschichte der historischen Figur des versklavten Gladiators Spartacus (Andy Whitfield), der sich zum Anführer eines geschichtsträchtigen Sklavenaufstands aufschwingt, nachdem ihm alles genommen wird.

Das Bild zeigt Spartacus und seine Mitgefangenen.

Zähe Mannsbilder, blutige Kämpfe und Sex in allen Variationen: Das ist Spartacus | © Netflix

Als Grieche und Verbündeter der Römer werden er und seine Frau gefangen genommen und als Sklaven verkauft. Spartacus durchläuft eine unmenschliche Gladiatorenschule im italienischen Ort Capua, wo er auf den Star-Gladiator Crixus (Manu Bennett) trifft. Unwahrscheinliche Freundschaften, Zweckbündnisse, Erfolge und Niederlagen pflastern von nun an Spartacus‘ Karriere in der späten Römischen Republik.

Vielschichtige Figuren, zwiespältige Motivlagen und ein starkes historisches Setting mit vielen Schikanen zeichnen Spartacus als heißen Serien-Tipp nach Game of Thrones aus. Vor allem die Erotik steht hier im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit: Sex in allen möglichen und unmöglichen Szenarien nährt die Geschichte zu beachtlichen Teilen.

Spartacus ist bei Netflix und Maxdome verfügbar (Links zu Anzeigen).

Vikings

Auch wenn die tatsächliche Existenz des legendären Wikingers Ragnar umstritten ist, gibt sich Vikings alle Mühe, so explizit zu sein, wie es die Authentizität verlangt: Im 8. Jahrhundert in den nördlichen Gefilden eines eisigen Europas lebt der stolze Däne Ragnar (Travis Fimmel) mit seiner Frau Frau Lagertha (Katheryn Winnick) in der Siedlung Kattegat.

Hinter dem Ozean vermutet Ragnar reiche Ländereien mit allerlei Schätzen, die es nur noch zu finden gilt. Insbesondere England reizt den Wikinger-Krieger. Mit einer Mannschaft macht er sich auf eine große Reise voller blutiger Kämpfe, Siege und Niederlagen.

Travis Fimmel als Ragnar in Vikings.

Travis Fimmel als Ragnar in Vikings | © MGM Television

Hauptdarsteller Travis Fimmel erklärte den Hype um die hochwertige Historienserie im Interview mit dem History Channel: „Es ist einfach eine so universelle Geschichte – und viele lieben es, in andere Welten einzutauchen.“

Überdies hat Vikings aber noch einiges mehr zu bieten: Die spannenden und vielschichtigen Figuren, die authentischen Schlachten, die Brutalität und die Kriegsführung längst vergangener Zeiten macht die History-Serie zum echten Crossover von Couch-Event und Geschichtsstunde und zur echten Game of Thrones-Alternative. Nichts für Zartbesaitete!

Du suchst Serien mit einem Worldbuilding wie Game of Thrones, in denen du dich verlieren kannst? Sieh dir unbedingt unsere Serien wie Vikings an!

Vikings ist bei Sky und Maxdome verfügbar (Links zu Anzeigen).

True Blood

Im wortwörtlichen Blutrausch befinden sich die Vampire in True Blood – und zwar explizit bis in die kleinste Nebenrolle hinein. Dieser extreme Blutrausch ist damit auch der größte Unterschied zwischen der (Roman-)Vorlage von True Blood und der Buchreihe, die davon frech abgeschrieben haben soll: Twilight.

Unterschiede finden sich aber vor allem im grundsätzlichen Setting der beiden Geschichten: In einer nicht allzu entfernten Zukunft verstecken sich Vampire in True Blood nicht mehr in dunklen Ecken oder beginnen in der Sonne zu glitzern. In dieser Welt koexistieren Menschen und Blutsauger wissentlich nebeneinander. Der Grund: Der Wissenschaft ist es mittlerweile gelungen, ein synthetisches Blut der Marke True Blood herzustellen.

Der Cast von True Blood.

Bei True Blood geht es düster und blutig zu. | © HBO

Im fiktiven Dorf Bon Temps in Louisiana macht die Kellnerin Sookie Stackhouse (Anna Paquin) Bekanntschaft mit dem geheimnisvollen Vampir Bill Compton (Alexander Skarsgård) und rettet ihm kurz darauf das Leben. Zur gleichen Zeit treibt ein mordender Vampirhasser sein Unwesen in den Straßen des verschlafenen Südstaatenkaffs.

True Blood verpasst dem Image des lichtscheuen, bleichen Vampirs ein gehöriges Makeover und etabliert intelligente Metaphern für gesellschaftliche Missstände wie soziale Ausgrenzung, Homophobie und Rassismus. Dabei verlegt es genau diese brenzligen Themen in die Hochburg selbiger Problematiken: die nach wie vor reaktionären Südstaaten der USA.

Die Serie bleibt fern von überzuckerten und verklärten Romantik-Klischees der Twilight-Reihe und emanzipiert sich als hochgelobtes Vampirformat für Erwachsene. Game of Thrones-Fans mit einem Faible für Blutrausch-Szenarien werden hier im wahrsten Sinne des Wortes fündig.

Du willst immer auf dem neuesten Stand sein, wenn es um die spannendsten aktuellen Serien-Releases geht? Wir haben dir die interessantesten Serien und Staffeln von 2019 in unserer Vorschau zusammengefasst.

True Blood ist bei Sky verfügbar (Link zur Anzeige).

Besser als Game of Thrones? Serien über Intrigen und politische Machtspiele

Sex und Gewalt können Mittel sein, um einen Konflikt auszutragen. Einen Konflikt, der gerade im politischen Kalkül von Game of Thrones raffinierten Intrigen entspringt.

House of Cards

Politische Intrigen beherrscht keine Serie besser als House of Cards, auch wenn die Realität seine Hauptfigur mittlerweile eingeholt hat. 

Das mehrfach ausgezeichnete Politdrama mit Kevin Spacey in der Hauptrolle porträtiert den zweifelhaften Aufstieg des machthungrigen Kongressabgeordneten Frank Underwood. Der schmiedet clevere Intrigen gegen die eigene Regierung – schließlich hat man ihm den Posten des Außenministers verwehrt. Frank mausert sich zu einem wahren Meister der Manipulation. 

Frank Underwood (Kevin Spacey) mit seiner Frau Claire (Robin Wright) in House of Cards | © David Giesbrecht/Netflix

Seine Frau Claire steht ihm diesbezüglich in nichts nach. Als Frank schließlich als 64. Präsident der Vereinigten Staaten ins Weiße Haus einzieht, beginnt sein Karriereweg sich mehr denn je mit Skandalen zu säumen …

Die stark inszenierte Hochglanzserie bietet vor allem Spannung und anspruchsvolle Serien-Unterhaltung. „In der Realität repräsentiert Underwood verschiedene US-Präsidenten“, sagt Thomas Jäger, Leiter des Lehrstuhls für Internationale Politik und Außenpolitik an der Universität Köln im Interview mit dem Handelsblatt. Laut Jäger, vereint Frank Underwood die Gewaltbereitschaft Richard Nixons, die Egomanie Gerald Fords und die sexuellen Aussetzer diverser Präsidenten

Affären, Korruption und Machtspielchen – das ist nicht nur Game of Thrones, sondern auch House of Cards!

House of Cards ist bei Netflix, Sky und Maxdome verfügbar (Links zu Anzeigen).

Fargo

Auch die preisgekrönte Kult-Krimiserie Fargo spielt mit Intrigen und Irreführungen, die allerdings häufig mal nach hinten losgehen. Die abstrusen Aneinanderreihungen unglücklicher Umstände, die in absurde Gewaltspiralen führen, sind charakteristisch für dieses schwarzhumorige Stück Seriengeschichte.

In der ersten Staffel der gefeierten Anthologieserie verschlägt es uns in ein unscheinbares Kaff mitten in der verschneiten Provinz Minnesotas. Hier rast der charismatische Killer Lorne Malvo (Billy Bob Thornton) mit seinem Wagen eines Nachts in ein Reh. Aus seinem Kofferraum flüchtet sein letztes Opfer, ein splitternackter Mann, in die Kälte.

Billy Bob Thornton in Fargo.

Eine verhängnisvolle Begegnung: Lester Nygaard (Martin Freemann) und Lorne Malvo (Billy Bob Thornton) treffen sich im Krankenhaus | © Netflix

Kurz darauf stößt er im Krankenhaus auf den gebeutelten Versicherungskaufmann Lester Nygaard (Martin Freeman), der sich bei einem unverhofften Wiedersehen mit seinem Schulpeiniger Sam Hess zuvor versehentlich selbst die Nase brach. Malvo bietet Nygaard an, Hess umzubringen. Ein Angebot, das eine verhängnisvolle Gewaltspirale nach sich zieht, die weder der Zuschauer noch Nygaard für möglich gehalten hätten …

Der gekonnte Genre-Mix aus schwarzer Komödie und blutigem Thriller mit unvergleichlich schrulligen Protagonisten macht Fargo zu einem einzigartigen Serienerlebnis. Die Serienadaption trägt die eindeutige Prägung seiner kultigen Filmvorlage des gleichen Namens von 1996 aus der Feder der berühmt-berüchtigten Coen-Brüder. Ähnlich wie in Game of Thrones werden Brutalitäten in Fargo stellenweise beinahe schon so skurril wie explizit inszeniert. Starker Serienstoff!

Fargo ist bei Netflix und Maxdome verfügbar (Links zu Anzeigen).

Boardwalk Empire

Voll mit historischen Persönlichkeiten ist das Mafia-Epos Boardwalk Empire. Welche Intrigen welchen Mafiosi umgebracht haben, können Ungeduldige sogar auf Wikipedia nachlesen, aber lieber, nachdem sie die Serie zuvor stilecht gesuchtet haben. Denn die Mafiaserie von Martin Scorsese, die immerhin mit 17 Emmys und zwei Golden Globes gekürt wurde, hat eindeutiges Lieblingsserienpotenzial. 

Anfang der Goldenen Zwanziger in der Vergnügungshauptstadt Atlantic City, New Jersey: Schnaps-Gangster Enoch „Nucky“ Thompson (Steve Buscemi) sieht sein illegales Geschäft durch die Prohibition ironischerweise explodieren und seine Macht ins Unermessliche steigen.

Schnapschmuggler Enoch "Nucky" Thompson (Steve Buscemi) in Boardwalk Empire

Enoch „Nucky“ Thompson (Steve Buscemi) steigt während der Prohibition zum Schmuggelmeister auf | © HBO

Nicht zuletzt ist das auch der Verdienst seines Bruders, dem korrupten Polizeichef Elias Thompson (Shea Wigham), der ihm bei seinen Geschäften den Rücken freihält. Doch dann bilden sich unerwartete Allianzen gegen Nucky, der seinerseits versucht, eine misshandelte Frau aus ihrer hoffnungslosen Lage zu befreien…

Vor imposanter Kulisse der Spielerstadt Atlantic City wird die Geschichte des organisierten Verbrechens eindrucksvoll und mit viel Liebe zum historischen Detail erzählt. In einer Zeit des Umbruchs und im Angesicht einer unberechenbaren Zukunft sind moralische Dilemmata, Machtgerangel, politische Intrigen und Korruption an der Tagesordnung.

Natürlich geizt die HBO-Serie aber auch ganz im Sinne der historischen Begebenheiten nicht mit üppigen Schauwerten – ausgelassene Feierlichkeiten erinnern an die Sky Erfolgsserie Babylon Berlin. Die ungeschönten Gewaltdarstellungen und die nackte Haut hingegen erinnern vor allem… an HBO eben.

Boardwalk Empire ist bei Maxdome verfügbar (Link zur Anzeige).

Breaking Bad

Komplett fiktiv, aber dafür umso durchtriebener, kommt Breaking Bad daher. Selbst der Zuschauer kann teilweise nicht wissen, woran er bei den Charakteren ist, egal wie lange er sie schon kennt und das macht alles umso weniger vorhersehbar. 

Der biedere, brave Chemielehrer Walter White (Bryan Cranston) erhält kurz vor seinem 50. Geburtstag eine schockierende Nachricht: Lungenkrebs im Endstadium. Siedend heiß überkommt es ihn noch dazu, als ihm klar wird, dass sein mickriger Lohn weder eine Behandlung noch die Absicherung seiner Familie nach seinem Ableben decken wird.

Bryan Cranston als Walter White in Breaking Bad.

Bryan Cranston mimt Walter White alias Heisenberg in Breaking Bad | © Netflix

Eine Lösung muss her! Kurzerhand missbraucht er sein Wissen, um ab sofort die hochgefährliche Droge Crystal Meth in bester Qualität herzustellen und für gutes Geld zu verticken. Ein altes Wohnmobil dient mitten in der gottverlassenen Wüste New Mexicos als Walters improvisierte Meth-Küche …

Breaking Bad zeigt einen unberechenbaren Protagonisten in moralischen Zwickmühlen, die den Zuschauer mal zermahlen, dann erheitern und wieder überraschen. Der Reiz des Verbotenen, das schnelle Geld, die Verführung steht in starkem Kontrast zu Walters spießiger Alltagswelt. Bryan Cranston, der für die Rolle mit Emmy und Golden Globe ausgezeichnet wurde, spielt seinen Biedermann auf beklemmende und faszinierende Art und Weise zugleich.

Ein schönes moralisches Serien-Dilemma, das mit Game of Thrones in dieser Hinsicht mehr als nur mithalten kann und aus dem man als Zuschauer nicht so schnell wieder herauskommen will!

Breaking Bad ist bei Netflix und Maxdome verfügbar (Links zu Anzeigen).

Ritterserien und Königshäuser-Sagas mit Top-Cast

So manche Intrigen gewinnen gerade bei Game of Thrones dadurch, dass sie auch innerhalb der eigenen Familie geschehen und umgekehrt die verbliebenen Familienbande stärken.

The Crown

In der hochpreisigen Netflix-Serie The Crown ist es eben jene Familienzugehörigkeit, die Elizabeth II. zur Königin macht und mit deren Anhang sie sichtlich zu kämpfen hat. Wir werden Zeugen des mühsamen Lebenslehrpfades der möglicherweise berühmtesten Königin der Welt. 

Bei einer prunkvollen Hochzeit heiratet Elizabeth (Claire Foy), Tochter des britischen Königs und Thronfolgerin, im Jahr 1947 Prinz Philip (Matt Smith) von Griechenland und Dänemark. Schon kurz darauf muss sich die erst 25-Jährige noch einer ganz anderen Herausforderung als der Ehe stellen.

© Coco Van oppen / Left Bank Pictures & Netflix, Moonlighting Films

Elizabeth II:: Eine Frau zwischen Krone und Familie | © Coco Van oppen / Left Bank Pictures & Netflix, Moonlighting Films

In der Westminster Abbey wird sie vorzeitig zur neuen Königin von England gekrönt. Elizabeths neues Amt und die Öffentlichkeit belasten die Beziehung zu Ehemann Philip  zusehends. Zudem muss die junge Königin lernen, sich neben dem dominanten Premierminister Winston Churchill zu behaupten.

Trotz bestechender Dialoge, einem pointierten Drehbuch und großer Opulenz verströmt The Crown durchaus soapigen Charakter, wenn bei Netflix in die privaten Hinterzimmer der Royals eingeblickt werden kann. Dass das britische Königshaus vorerst Skepsis gegenüber dem Serienprojekt anmeldete, dürfte das Königinnendrama für viele Netflixer nur umso interessanter machen.

Die ultimativen Selling Points von The Crown: Eine umwerfende Claire Foy in der Hauptrolle, das Drehbuch von Peter Morgan und starke Cliffhanger. Gerade letzteres dürften Game of Thrones-Fans an The Crown besonders zu schätzen wissen.

The Crown ist bei Netflix verfügbar (Link zur Anzeige).

Die Tudors

Elizabeth I. war noch eine Tudor und ihr umtriebiger Vater strapazierte den Begriff „Familie“ gewaltig. Das Haus Tudor und deren Eroberung des Throns diente in Game of Thrones als Vorbild für das Haus Targaryen. Wer sich auf die Geschichte des Seriendramas um König Heinrich VIII. von England einlässt, der begreift schnell, warum.

Dem aggressiven und machthungrigen König Heinrich VIII. (Jonathan Rhys Meyers) ist es mit unlauteren Mitteln und einer Extraportion Rücksichtslosigkeit und Härte gelungen, die Krone an sich zu reißen. Bei Hofe wird er mehr gefürchtet als verehrt. Kein Wunder, dass sowohl innen- als auch außenpolitischen Feinden schon bald daran gelegen ist, den unangenehmen Weiberheld aus dem Weg zu räumen. Wird der Sturz des selbstsüchtigen, aber blitzgescheiten Monarchen gelingen?

Jonathan Rhys Meyers als König Heinrich VIII. in Die Tudors

Jonathan Rhys Meyers als König Heinrich VIII. in Die Tudors | © SRF/Sony Pictures Television Inc.

Die Tudors will in erster Linie unterhalten und sich nicht auf historische Fakten festlegen lassen. Das zeigte allein schon die Wahl des attraktiven und charismatischen Hauptdarstellers Jonathan Rhys Meyers, der dem Antlitz seines historischen Figuren-Vorbilds nicht mal im Entferntesten gleicht.

Rhys Meyers berichtete über seine Rolle in einem Interview: „Ich war anfangs recht zögernd, die Rolle anzunehmen, weil ich nicht wie Heinrich VIII aussehe. Ich sagte: ‚Wenn ihr mich 60 Pfund schwerer macht und mein Haar rot färbt und ich einen fuchsigen Bart tragen muss, bin ich nicht euer Mann.'“ Man entschied sich gegen roten Bartwuchs und für Rhys Meyers. Bei einem Konzept wie dem von Die Tudors sicherlich die weiseste Entscheidung.

Hofintrigen, Sex als Machtmittel, eine Menge exzessiver Szenen – das kann nicht nur Game of Thrones, sondern auch Die Tudors.

Die Tudors ist bei Maxdome verfügbar (Link zur Anzeige).

Du stehst auf Filme, die auf wahren Begebenheiten beruhen? Wir haben ein paar starke Empfehlungen für dich!

Die Borgias

Als Serie kann man Die Borgias als inoffiziellen Nachfolger der Tudors verstehen: Eine mächtige spanische Familie ergreift in Italien die Macht. Die historisch-fiktionale Serie über die berühmt-berüchtigte Borgia-Familie im Italien des 15. Jahrhunderts setzt bei seinem Drehbuch vor allem auf die Darstellungen der gesellschaftlichen und geschlechtlichen Machtverhältnisse während der Renaissance. Und das weiß durchaus erzählerische Wirkung zu entfalten.

Rom im Jahr 1492: Für Kardinal Rodrigo Borgia (Jeremy Irons) rückt sein größtes Lebensziel in greifbare Nähe. Als der alte Papst Innozenz VIII. auf dem Totenbett liegt, sieht er Chancen auf den Titel – wenn auch erst nach einer gründlichen Bestechungsaktion. Doch Borgias Erzfeind Kardinal della Rovere (Colm Feore) riecht den Braten. Prompt klagt er Borgia wegen Ämterkaufs an.

Der Cast von Die Borgias

Der deutsche Zusatztitel von Die Borgias sagt alles : SEX. MACHT. MORD. AMEN | © Showtime

Durch eine clever getarnte Intrige hat Rovere aber schon bald das Nachsehen. Doch stoppen kann ihn das nicht: Er sucht nach Verbündeten, die ihm dabei helfen, die Borgias zu entmachten. Mit diesem Plan stößt er beim französischen König Karl VII. (Michel Muller) auf deutliche Gegenliebe …

Die Borgias beruht auf der Mystik und dem Skandalpotenzial einer historischen Adelsfamilie, die an sagenumwitterte Clans wie die Medici, die Tudors oder die Sforza erinnern. Künstlich hinzuerfinden, brauchte Drehbuchautor Antonio Hernández Núñez hier nicht: Borgia hielt sich tatsächlich Mätressen, mit denen er so manchen Spross zeugte.

Die Borgias orientiert sich stark an wahren historischen Ereignissen. Verschwörungen, Morde, Amtsmissbrauch, Vergewaltigungen, Verrat und Korruption – könnten die Macher von Game of Thrones sich auch hier Inspiration geholt haben? Fest steht, dass Mario Puzo sich die mafiöse Familie als Vorbild für sein Mafia-Epos Der Pate nahm.

Die Borgias ist bei Sky verfügbar (Link zur Anzeige).

Alle Welt fiebert dem Ende von Game of Thrones entgegen. George R. R. Martin prophezeit sogar, es werde bittersüß. Alles, was wir bisher über Staffel 8 wissen, haben wir euch bereits sorgfältig zusammengetragen.

Game of Thrones endet. Und mit Game of Thrones endet auch eine Ära. Aber bisher hat noch jede Serienrevolution die gesamte Serienlandschaft vorangebracht. Und es wird immer wieder neue Serien geben, die auf den (eisernen Serien-)Thron schielen. 

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Game of Thrones ist bei Sky und Maxdome verfügbar (Links zu Anzeigen).

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