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9 Horror-Schocker, die ihr als Gruselfans gesehen haben müsst

von Tim Seiffert
Florence Pugh in Midsommar
Lesezeit: 6 Min.

Dämonen, Geister, Psychokiller: Es ist Zeit für das nackte Grauen! Wir haben für euch die 9 besten Gruselfilme, Schauergeschichten und Horror-Schocker der letzten Jahre zusammengestellt. Lehnt euch zurück und lasst euch das Fürchten lehren!

Die Schwärze der Nacht, die irritierende Parallelwelt eines Spiegels oder diese eine, finstere Ecke unseres Zimmers, von der wir schwören könnten, dass da irgendetwas auf uns lauert: Horrorfilme spielen mit unseren Urängsten und lassen gerade deshalb unsere Herzen höherschlagen.

Doch was sind eigentlich die besten Horror-Schocker der letzten Jahre?  Hier verraten wir euch die 9 nervenaufreibendsten Horrorfilme der jüngeren Vergangenheit, die ihr gesehen haben müsst.

Midsommar: Verstörend schöner Psychohorror-Schweden-Trip

Seit seinem gefeierten Erstlingswerk Hereditary gilt Regietalent Ari Aster als große Hoffnung des Horrorgenres. Auch sein zweiter Film Midsommar bestätigt diesen Ruf. Diesmal werden wir in eine entlegende Dorfgemeinschaft in Schweden entführt, deren anfangs so harmlose Rituale sich bald in einen blumig-blutigen Albtraum verwandeln.

In der Beziehung von Christian (Jack Reynor) und Dani (Florence Pugh) läuft es schon seit längerem nicht mehr wirklich gut. Doch ein Unglück in der Familie seiner Freundin bewegt ihn dann doch dazu, sie zu einem Urlaub in ein schwedisches Dorf einzuladen.

Isabelle Grill in Midsommar

Midsommar spielt komplett bei Tag | © Weltkino

Dort findet gerade ein religiöses Fest statt, dass alle 90 Jahre für neun Tage gefeiert wird. Die beiden Besucher werden herzlich aufgenommen, doch je mehr Zeit vergeht, desto suspekter erscheinen Christian und Dani ihre in weiß gekleideten, mit Blumen geschmückten Gastgeber. Sind sie etwa inmitten eines heidnischen Kults gelandet?

Midsommar ist ein verstörender, in grellste Farben gehüllter Trip in den surrealen Wahnsinn. Ohne einen übermäßigen Gebrauch an Jump-Scares entwickelt sich hier am helllichten Tag eine durch und durch gruselige Atmosphäre, in der jedes noch so kleine Detail zu einem stetig ansteigenden Grauen beiträgt.

Conjuring: Dämonenjagd nach wahren Begebenheiten

2013 bewies Regisseur James Wan mit Conjuring – Die Heimsuchung, dass echter Horror keine Blutfontänen und Jump-Scare-Stakkatos benötigt. Gnadenlos effektiv inszeniert, kriecht die Schauermär um einen Dämonenbefall in die Knochen und lässt einen dank seiner bedrohlichen Atmosphäre und schauriger Soundkulisse auch noch nach einigen Tagen beim nächtlichen Toilettengang zusammenfahren.

Das Ehepaar Roger (Ron Livingston) und Carolyn Perron (Lili Taylor) steht am Rande des Nervenzusammenbruchs: In ihrem neuen Haus auf dem Lande, in das sie mit ihren fünf Töchtern gezogen sind, häufen sich seltsame Ereignisse. In ihrer Not kontaktieren sie die verheirateten Parawissenschaftler Ed (Patrick Wilson) und Lorraine Warren (Vera Farmiga) – Experten auf dem Gebiet paranormaler Phänomene.

Vera Farmiga in Conjuring

Die Warrens stoßen im Haus der Perrons auf das nackte Grauen | © Warner Bros.

Die Warrens merken schon bei ihrer Ankunft, dass dem Haus eine beunruhigende Präsenz innewohnt. Doch erst bei ihren Nachforschungen wird den beiden klar, dass sie es mit einer finsteren Macht zu tun haben, deren Hass selbst über ihre Vorstellungen weit hinausgeht…

Conjuring basiert, genau wie die Fortsetzung Conjuring 2 und das Spin-off The Nun, auf angeblich wahren Geschichten. Diese sollen auf den Fällen des real existierenden Geisterjäger-Ehepaars Warren beruhen, deren Schilderungen auch den berüchtigten Ereignissen aus Amityville Horror zugrunde liegen.

Lights Out: Simple Prämisse, durchschlagende Wirkung

Du fürchtest dich im Dunkeln? Dann wird dich Lights Out so schnell nicht mehr schlafen lassen. Denn hier haben die Schatten, die sich bei Nacht aus den Dielen erheben, ein grausames Eigenleben.

Auch Rebecca (Teresa Palmer) litt als kleines Mädchen unter panischer Angst vor der Dunkelheit. Heute weiß sie, dass sich ihr kindliches Hirn die gruseligen Schreckgestalten bei Nacht nur eingebildet hat. Trotzdem läuft ihr ein Schauer über den Rücken, als plötzlich ihr junger Halbbruder Martin (Gabriel Bateman) von finsteren Wesen erzählt, die erscheinen, sobald das Licht aus ist.

Teresa Palmer und Gabriel Bateman in Lights Out

Geht das Licht aus, droht in Lights Out Gefahr | © Warner Bros.

Ist vielleicht doch etwas dran an den Gespinsten aus ihrer Kindheit? Rebecca beginnt nachzuforschen und stößt auf eine Bedrohung, die das Licht scheut – im Finsteren aber immer näher rückt

Lights Out spielt eine simple Prämisse ungemein wirkungsvoll aus: Licht an, alles gut. Licht aus, und die fürchterlichen Umrisse einer Gestalt zeigen sich in Türrahmen, Fensterbögen und kommen immer näher. Eine wahre Horrorvorstellung!

Evil Dead: Tanz der Teufel-Remake lässt wieder Blut regnen

Dass guter Horror Furcht einflößen, gleichzeitig aber trotzdem die Fetzen fliegen und Blut regnen lassen kann, beweist Evil Dead.

Für sein Remake des blutig-humorvollen Kult-Horrorstreifens Tanz der Teufel von Sam Raimi, entschied sich Regisseur Fede Alvarez, eigene Wege zu gehen. Er verlieh seinem Horror-Schocker eine gehörige Portion Ernst – ohne dabei die grotesk überzogenen Gewaltexzesse und das Erbe der Vorlage ganz aus den Augen zu verlieren.

Shiloh Fernandez in Evil Dead

Nichts für zarte Nerven: Evil Dead | © Sony Pictures

David (Shiloh Fernandez) schnappt sich die drei besten Freunde seiner Schwester Mia (Jane Levy), um diese in einer entlegenen Waldhütte endlich von ihrer Drogensucht zu befreien. Anfangs scheint auch alles nach Plan zu verlaufen, bis sie auf ein mysteriöses, in Menschenhaut gebundenes Buch stoßen: Das „Buch des Todes“.

Als sie aus diesem laut vorlesen, beschwören sie nämlich einen leibhaftigen Dämon. Der Beginn eines blutigen Albtraums…

The Cabin in the Woods: Horror-Schocker mit Köpfchen

Auch in The Cabin in the Woods zentriert sich die Handlung auf eine einsame Hütte, die irgendwo mitten im Wald steht. Fünf Freunde (unter anderem Thor 3-Star Chris Hemsworth) wollen dort gemütlich ihre Ferien verbringen. Ganz so alleine wie gedacht, sind die Urlauber aber nicht. Zwei Fremde (Richard Jenkins, Bradley Whitford) treiben sich in der Nähe der Hütte herum. Als die Freunde die Gefahr erkennen, ist es schon längst zu spät

Chris Hemsworht und Anna Hutchison in The Cabin in the Woods

Curt (Chris Hemsworth) und seine Freunde müssen um ihr Überleben kämpfen | © Universum Film

Über The Cabin in the Woods sollte man im Vorfeld nicht zu viel wissen. Jeder unbedachte Satz kann einem hier den Spaß an der Filmerfahrung, die man so in diesem Genre selten erlebt, verderben. Soviel sei aber gesagt: Der Daredevil-Showrunner und Regisseur des neuesten Jeff Bridges-Films Bad Times At The El Royale Drew Goddard ist ein Meister seines Fachs.

Unser Tipp: Hinsetzen, anschauen und genießen! Und am besten den Trailer im Vorfeld weglassen. Für Unbelehrbare gibt es den hier natürlich trotzdem.

Trick ‘r Treat – Die Nacht der Schrecken: Blutige Halloween-Lehrstunde

Bitterböse, zynisch und richtig schön old-school: Der Horrorfilm Trick ‚r Treat – Die Nacht der Schrecken erzählt in fünf kleinen, aber gemeinen Episoden, warum man sich besser an die Regel von Halloween halten sollte.

Im verschlafenen US-Städtchen Warren Valley wird Halloween gefeiert. Das nimmt der örtliche Schuldirektor (Dylan Baker) zum Anlass, einem verfressenen Nachbarsjungen beizubringen, dass man lieber keine Süßigkeiten von Fremden annehmen sollte. Auch für die als Rotkäppchen verkleidete Laurie (Anna Paquin) läuft der Abend anders als geplant.

Anna Paquin in Trick r Treat

Rotkäppchen Laurie (Anna Paquin) hat sich Halloween wohl anders vorgestellt | © Warner Bros.

Ein blutrünstiger Frauenmörder, übertriebene Streiche, Dämonen oder zu früh ausgeblasene Kürbiskerzen: Den Bewohnern von Warren Valley steht ein ereignisreiches Halloween bevor…

Wenn du dich bei dieser Gelegenheit fragst, welcher Psychokiller hinter deiner braven Fassade steckt, dann finde es in unserem Horrorikonen-Psychoquiz heraus.

Hereditary: Bedrückend-effektives Horror-Kino mit Toni Collette

Technisch brilliant und mit einem starken Cast um Toni Collette (Die Kunst des toten Mannes), Gabriel Byrne (Vikings), Alex Wolff (Jumanji) und die beeindruckend intensive Newcomerin Milly Shapiro lässt uns Ari Asters Debütfilm Hereditary das schleichende Grauen spüren, das eine vom Schicksal gebeutelte Familie zu verschlingen droht.

Eigentlich geht es den Grahams ziemlich gut: Die Eltern Annie (Toni Collette) und ihr Mann Steve (Gabriel Byrne) haben gute Jobs, ihr Haus liegt abgelegen und ruhig in der Nähe des Waldes. Als aber das Familienoberhaupt Großmutter Ellen stirbt, nimmt dies Enkelin Charlie (Milly Shapiro) ziemlich mit.

Toni Collette in Hereditary

Wahnsinn schlägt sich im Haus der Grahams Bahn | © Splendid Film/WVG

Während sich Annie und Steve zunehmend Sorgen um die junge Außenseiterin machen und Sohn Peter (Alex Wolff) mit eigenen Problemen zu kämpfen hat, häufen sich plötzlich immer mehr seltsame Ereignisse in ihrem Umfeld. Welches schreckliche Vermächtnis hat die Großmutter ihrer Familie hinterlassen?

Zu viel sollte hinsichtlich der Geschichte gar nicht verraten werden, um euch nicht die intelligent aufgebaute Spannungskurve aus Vorahnungen, Vorausdeutungen und versteckten Hinweisen zu verderben. Eins steht aber fest: Viele dieser Details in Hereditary werden euch vielleicht erst beim zweiten oder dritten Anschauen auffallen.

Ghostland: Effektiver Terror vom Skandalregisseur Pascal Laugier

Nach seinem kompromisslosen Folter-Schocker Martyrs, der 2008 sogar Genre-Fans den Atem verschlug, wurde es etwas ruhiger um den französischen Filmemacher Pascal Laugier. Nach dem misslungenen Jessica-Biel-Horror The Tall Man war es endlich soweit: Die Rückkehr in alter Hochform mit Ghostland.

An die schonungslos-radikale Tour-de-Force von Martyrs kommt Laugiers aktueller Film zwar nicht heran, doch das macht nichts. Denn der knallharte Psycho-Horror hat einiges zu bieten: Neben der schlichten, aber durchdachten Story, einer überraschenden Wendung und gezielt eingesetzten Gewaltspitzen, machen vor allem die hervorragenden Darstellerinnen das bedrückende Geschehen auf dem Bildschirm so eindrücklich.

Anastasia Phillips in Ghostland

Ein schreckliches Ereignis aus ihrer Kindheit prägt die Schwestern in Ghostland für immer | © Capelight Pictures

Genau wie Laurie (Jamie Lee Curtis) im neuen Sequel-Reboot von Halloween, haben auch die Schwestern Beth (Emilia Jones) und Vera (Taylor Hickson) in Ghostland mit einem traumatischen Ereignis aus ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Beth verarbeitet die schrecklichen Erfahrungen in ihren Büchern und ist in der Zwischenzeit eine erfolgreiche Horror-Autorin geworden. Vera hingegen lebt noch immer bei ihrer Mutter und wird zunehmend von Wahnvorstellungen und Panikattacken heimgesucht.

Als Beth eines Tages ihrer Familie nach langer Abwesenheit einen Besuch abstattet, häufen sich schnell seltsame Vorkommnisse im Haus. Ist der Albtraum der Schwestern wirklich vorbei?

Ghost Stories: Schleichender Grusel mit Martin Freeman

Drei Geschichten, vier Blickwinkel. Im britischen Horrorfilm Ghost Stories muss sich ein Wissenschaftler fragen, wie lange er sein rationales Weltbild im Angesicht des Übernatürlichen aufrechterhalten kann.

Martin Freeman und Andy Nyman in Ghost Stories

Mike Priddle (Martin Freeman) erzählt Professor Goodman (Andy Nyman) von seinem schrecklichen Erlebnis | © Concorde

Für Professor Goodman (Andy Nyman) sind Geistergeschichten nichts als Schwindel und Aberglaube. Deshalb reist er durchs Land, um diese als solche zu entlarven. Doch eines Tages erfährt er von den Fällen des Psychiatrie-Nachtwächters Tony Matthews (Paul Whitehouse), des jungen Simon Rifkind (Alex Lawther) sowie des eingebildeten Bankers Mike Priddle (Martin Freeman).

Jeder von ihnen hat eine Geschichte zu erzählen, jede von ihnen rüttelt an den Grundfesten von Goodmans Überzeugungen

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