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Horror mit Hirn: Die 5 intelligentesten Gruselfilme

Bei Horrorfilmen fallen dir nur Blut, Splatter und kreischende Teenager ein? Weit gefehlt! Hinter der schaurigen Fassade kann das Genre auch clevere Geschichten erzählen. Wir haben für dich die fünf intelligentesten Gruselfilme, die nicht nur schocken, sondern auch zum Nachdenken anregen.

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Seit jeher gelten Horrorfilme als die Geisterbahnen im großen Kino-Rummel: Ohne viel Aufwand und mit simplen Mitteln soll dem Publikum so effektiv wie möglich ein Schrecken eingejagt werden. Und der Erfolg gibt der Methode recht. Bis heute ziehen Horrorstreifen Millionen Zuschauer an.

Dabei hat das uralte Genre schon immer eine wichtige Aufgabe erfüllt, nämlich uns mit unseren inneren Urängsten zu konfrontieren. Viele Horrorfilme nehmen sich dieser Tradition an und gehen sogar noch einen Schritt weiter: Sie versorgen uns nicht nur mit Schrecken, sondern auch mit wirklich klugen Stories und versteckten Botschaften.

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Jordan Peeles Wir verspricht genau so ein smarter Schocker zu werden wie Get Out | © Universal Germany

Passend zum Kinostart des neuen Horrorthrillers Wir von Jordan Peele (Get Out), haben wir für dich die fünf intelligentesten Horrorfilme zusammengestellt, die dich zum Gruseln und Nachdenken bringen werden.

Mehr intelligenten Horror bekommst du mit Netflix‘ Auslöschung und der Erklärung seines mysteriösen Endes. Wer sich gruseln und dabei lachen will, sollte diese 7 absurden Horrorfilme unbedingt ansehen.

Get Out: Gesellschaftskritischer Überraschungs-Hit

Mit Get Out lieferte der Regisseur und Drehbuchautor Jordan Peele 2017 sein Filmdebüt und einen Überraschungserfolg ab, für den er sogar mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Ob der Gewinn verdient oder politisches Kalkül war, sei zunächst dahingestellt.

Noch bemerkt Chris (Daniel Kaluuya) nicht, dass etwas mit den Eltern seiner Freundin nicht stimmt | © Universal Germany

Fest steht aber, dass die clevere Handlung um den Afroamerikaner Chris (Daniel Kaluuya), dessen erstes Treffen mit den Eltern seiner weißen Freundin zum Alptraum wird, nicht gesellschaftskritischer sein könnte.

Get Out trifft mit seiner Thematik über Rassenkonflikte und passiven Aggressionen gegenüber Minderheiten in den USA genau den Zahn der Zeit. Der Film bietet zudem etliche versteckte Anspielungen und Metaphern auf die afroamerikanische Geschichte, und ist damit nicht nur ein Muss für Horrorfans.

Get Out ist bei Maxdome verfügbar (Link zur Anzeige).

Zombie: Ein Untoter Meilenstein der Popkultur

Zombies sind heute in fast allen Medien vertreten. Aber erst mit George R. Romeros Klassiker Zombie, auch bekannt als Dawn of the Dead, wurden sie Teil der Popkultur. Der Horrorfilm von 1978 erzählt die simple Geschichte von vier Überlebenden der Zombie-Apokalypse, die sich in einem leerstehenden Einkaufszentrum verschanzen.

Die Zombies schlurfen durch das Einkaufszentrum | © Starlight Film

Obwohl Zombie viele der typischen Klischees etablierte, hat der Film mehr zu sagen, als einige heutige Genre-Vertreter. Romeros Werk ist eine subtile Kritik auf die amerikanische Konsumgesellschaft der Siebzigerjahre. Angetrieben von niederen Instinkten, schleppen sich die Untoten zum Konsumtempel, ohne zu wissen, was sie dort eigentlich wollen. Romero setzt seine Zombies mit den konsumierenden Massen gleich, die seinerzeit wie heute noch die gigantischen Malls von Amerika füllen.

Aber auch die Lebenden kommen nicht allzu gut in Zombie weg. Aggressiv verteidigen sie ihre nutzlos gewordenen Luxusgüter gegen andere Menschen, obwohl sie vom Überfluss bereits gelangweilt sind. Wer ist hier also das hirnlose Monster?

Das Remake von Zombie aus dem Jahr 2004 ist bei Netflix verfügbar (Link zur Anzeige).

Cabin in the Woods: Überraschender Genre-Mix

Ein Haus im Wald, frivole Teenager und eine unheimliche Bedrohung. Klingt nach ausgelutschten Horrorklischees, oder? Nicht bei Cabin in the Woods! Drew Goodards durchdachter Genre-Mix, bei dem Marvel-Mastermind Joss Whedon am Drehbuch mitschrieb, spielt bewusst mit den altbackenen Stereotypen und stellt sie völlig auf den Kopf. Hier ist nichts so, wie es scheint.

Marty (Fran Kranz), Curt (Chris Hemsworth) und Jules stoßen auf das Geheimnis der Waldhütte | © Universum Film

Eine mysteriöse Macht beobachtet die Geschehnisse um die fünf Protagonisten, die sich ein nettes Wochenende im Wald machen wollen. Allzu viel wollen wir aber nicht über Cabin in the Woods verraten, denn der Spaß an dieser Liebeserklärung ans Horrorfilm-Genre entfaltet sich vor allem mit den vielen Überraschungen, die der verrückt-geniale Film bereithält.

Cabin in the Woods ist bei Maxdome verfügbar (Link zur Anzeige).

The Shining: Meisterwerk der Manipulation

Stanley Kubricks Adaption des gleichnamigen Romans von Stephen King gilt heut als einer der größten Horror-Klassiker der Filmgeschichte. Dabei verzichtet der Film fast gänzlich auf klassische Motive des Genres und lässt den Zuschauer auch über das rätselhafte Ende im Dunkeln. Und genau diese Aspekte machen The Shining zu einem der intelligentesten Gruselstreifen aller Zeiten.

Jack Torrence (Jack Nicholson) verliert im Overlook Hotel allmählich den Verstand | © Warner Bros.

Regie-Urgestein Kubrick setzte auf die subtile Technik der Manipulation, für deren Umsetzung er mit Experten aus der Werbebranche zusammenarbeitete. Das Set des Overlook Hotels, in dem The Shining spielt, wurde absichtlich mit einer unlogischen Architektur entworfen, die ein unerklärliches Gefühl der Paranoia auslöst. Zudem ist der Film voll mit Kubricks typischem Symbolismus und vielen Metaphern.

Kein Wunder also, dass fast 40 Jahre später Cineasten und Verschwörungstheoretiker die wahre Bedeutung des Films immer noch entschlüsseln wollen, wie es die Dokumentation Room 237 zeigt.

The Shining ist in der Unitymedia Videothek verfügbar. Room 237 ist bei Maxdome verfügbar (Link zur Anzeige).

Der Exorzist: Der dämonische Klassiker

Die Siebzigerjahre waren wohl das kreativste Jahrzehnt für den Horrorfilm. Und William Friedkins Der Exorzist kann als der Höhepunkt dieser Ära bezeichnet werden. Das faszinierend-schaurige Horror-Drama, in dem ein kleines Mädchen von einem Dämon eingenommen wird, wurde sogar bei den Oscars 1974 mit zwei Trophäen ausgezeichnet.

Noch will Vater Karras (Jason Miller) nicht glauben, dass Regan (Linda Blair) besessen ist | © Warner Bros.

Friedkins alptraumhafter Film sticht besonders durch seine Inszenierung heraus. Gemächlich und realistisch erzählt er die Geschichte, in der sich die kleine Regan (Linda Blair) immer mehr verändert und die Ärzte keine Erklärung für ihr Verhalten finden. Gleichzeitig wirft Der Exorzist Fragen über Themen wie Glaube, Religion und Selbstzweifel auf.

Bis heute gilt der Einfluss von Friedkins Werk als unbestritten essentiell und ist in aktuellen Horrorfilmen wie Hereditary zu spüren, der ebenfalls stärker auf Drama setzt und ohne Jump-Scares schockt.

Der Exorzist ist in der Unitymedia Videothek verfügbar (Link zur Anzeige).

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Manuel Schellhardt
Manuel würde gerne selber Filme machen. Da ihm aber noch das Equipment und know-how fehlen, schreibt er erstmal lieber über Filme und Serien. Vor allem Science-Fiction und Horror haben es ihm angetan.
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