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Kino

A Star is Born: 4 Fakten über den Musikfilm mit Lady Gaga

Das Remake A Star Is Born dominierte im Herbst 2018 weltweit die Kinocharts und ist ab sofort endlich bei Sky verfügbar. Erfahrt hier fünf interessante Hintergrundinfos über den Musikfilm mit Popstar Lady Gaga und inwiefern das Drama eine wahre Geschichte über die überzogenen Schönheitsideale im Musikgeschäft ist. 

Fakt 1: A Star is Born-Soundtrack 2018: 18 Songs von und mit Lady Gaga & Bradley Cooper

Bradley Cooper steckt in jeder Faser von A Star Is Born. Er wirkte aktiv als Hauptdarsteller, Regisseur, Produzent, Drehbuchautor und als Songwriter an dem Liebesfilm mit. Man höre und staune: Jedes der 18 Lieder auf dem Soundtrack wurde entweder von Lady Gaga und/oder Bradley Cooper geschrieben und produziert.

Damit gehört Cooper zur Gruppe der singenden Schauspieler, die die Töne im Film tatsächlich treffen. Um der Aufgabe gerecht zu werden, nahm der vierfach Oscar-nominierte Hollywood-Star volle 18 Monate Gesangstraining.

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Fakt 2: Die Szenen wurden auf dem Coachella- und Glastonbury-Festival gedreht

A Star Is Born nimmt das Publikum mit auf die berühmtesten Musikfestivals der Welt,  das Coachella in Kalifornien und das Glastonbury-Festival in Südengland. Und jetzt kommt der Knaller: Die Filmszenen wurden tatsächlich auf den Musikfesten – zum Teil sogar vor echtem Publikum – gedreht!

Die Veranstalter beim Glastonbury erlaubten es Bradley Cooper, einen Song auf der großen Bühne zu spielen. Vor einem Publikum von 80 000 Menschen hatte der Schauspieler damit nur eine einzige Chance, die Szene perfekt abzuliefern. Das nennt man wohl Zugzwang!

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Bradley Cooper vor echten Festival-Gästen | © Warner Bros.

Die Coachella-Szenen waren außerdem dem glücklichen Umstand zu verdanken, dass das jährliche Festival stets über zwei Wochenenden verteilt stattfindet. Zwischen den zwei Blöcken liegen demnach vier Werktage, an denen Bühnen und Stände komplett aufgebaut sind, aber nicht genutzt werden.

Fakt 3: A Star is Born 2018 ist ein drittes Remake

Während das Animationsstudio Pixar dem Fortsetzungswahn verfallen zu sein scheint, wagt sich auch Bradley Cooper mit A Star Is Born nicht an ein neues Drehbuch. Sein Film ist bereits das dritte Remake der Geschichte und damit insgesamt die vierte Version. Das Original eroberte 1937 die Kinos. Stolze 2,4 Millionen Dollar spielte der Streifen damals ein. Für die 1930er Jahre eine enorme Summe!

1954 füllte das Drama mit Judy Garland (Der Zauberer von Oz) erneut die Kinosäle. Die Einspielergebnisse überstiegen die Produktionskosten nur minimal. Trotz des finanziellen Misserfolges wurde die Neuverfilmung für sechs Oscars nominiert.

Wiederum 22 Jahre später, 1976, verzauberte niemand anderes als Barbara Streisand in der Hauptrolle so manchen Kinogänger. A Star Is Born gewann 1977 den Oscar in der Kategorie Bester Song und gleich fünf Golden Globes, sowie 1978 zwei Grammys.

Fakt 4: Ein Stück wahre Geschichte der Lady Gaga

Obwohl es sich bei dem Stoff um eine Geschichte aus den Dreißigerjahren handelt, lassen sich durchaus Parallelen zur Biografie von Hauptdarstellerin Lady Gaga finden.

Zu Beginn des Films entdeckt Protagonist Jackson seine neue Liebe, Sängerin Ally, in einer Schwulenbar, in der sonst nur Transvestiten auftreten. Lady Gagas erste Performances fanden in sehr ähnlichen Etablissements in New York City statt. Dank ihrer ausgeflippten Shows machte sie sich schnell einen Namen in der Szene.

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Größer, bunter, mehr – so kennen wir Lady Gaga. In A Star Is Born zeigt sie eine andere Seite | © Warner Bros.

Außerdem haben beide Frauen mit den utopischen Schönheitsidealen im Musikgeschäft zu kämpfen. Im Trailer sagt die Hauptdarstellerin: „Fast alle sagen mir, dass ihnen gefällt, wie ich singe, aber dass ihnen nicht gefällt, wie ich aussehe.“

Auf der Pressekonferenz zur Weltpremiere in Venedig erzählte Lady Gaga, die vor ihrem Durchbruch als Songwriter arbeitete, dass ihre Songs von Musikproduzenten oft an attraktivere Sängerinnen vermittelt wurden. So stammt beispielsweise Elevator von The Pussycat Dolls und Quicksand von Britney Spears aus der Feder der sechsfachen Grammy-Gewinnerin.

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Lady Gagas ungewohnt-bodenständiger Look in A Star is Born | © Warner Bros.

Fun Fact: Den deutschen Star-Designer Michael Michalsky überzeugte Lady Gaga sofort. Spätestens seit der letzten Staffel von Germany´s Next Topmodel, in der sich die Schönheitsideale deutlich veränderten, ist klar, dass Michalsky sich nicht von Hollywood’scher Schubladen-Schönheit allzu sehr beeindrucken lässt. Er unterstützte lieber fleißig die ein oder andere Plus-Size-Kandidatin.

Von Lady Gaga hörte er über schwule Freunde und buchte sie für ihren allerersten Auftritt in Deutschland. Der Designer weiß eben: Schönheit kann alle Farben und Formen haben.

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Laura Krimmer
Autor(in): Laura Krimmer
Redakteurin für QUADRATAUGE – Festangestellt bei der Webedia-Group, zu der auch moviepilot.de und filmstarts.de gehören. | Berufserfahrung: Arbeitete zuvor mehrere Jahre als Redakteurin für Mode- & People-Redaktionen wie OK!, Stylebook.de und klatsch-tratsch.de . | Ausbildung: Universität Hagen | Spezialgebiete: Reality-TV, Mode, People und Frauenpower | Lieblingsfilme und -serien: Tatsächlich Liebe, The Arrival und Modern Family | Wie das Team sie sieht: Von Pop-Starlets bis Rap-Gangster, von Kinderfilmen zu Oscar-Dokus, vom Grammy über die Fashion-Week bis hin zum Oscar - Laura liebt Popkultur mit allen ihren Facetten und endlosen Verknüpfungen.

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