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Fernsehen

100 Kinder am Tag: Die Babyfabrik von Manila

Hier kommen innerhalb von 24 Stunden fast 100 Babys zur Welt! Die Dokumentation Die Babyfabrik von Manila, die am 25.09. auf Arte und bis zum 23.11.2018 in der Mediathek verfügbar ist, wirft einen Blick auf das Dr. Jose Fabella Memorial Hospital in der Hauptstadt der Philippinen. Warum du die ergreifende Doku nicht verpassen solltest.

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In Südostasien, mitten im Südpazifik, liegen die Philippinen. Das paradiesische Archipel ist reich an Ressourcen, aber auch reich an sozialen Problemen. Neben großer Armut hat das Land mit einer starken Überbevölkerungskrise zu kämpfen.

In ihrem Dokumentarfilm Die Babyfabrik von Manila (Originaltitel: Motherland), begibt sich die Regisseurin Ramona S. Diaz mitten ins Zentrum dieser Krise, das Dr. Jose Fabella Memorial Hospital in Manila.

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Der Eingang zum Dr. Jose Fabella Memorial Hospital in Manila [Screenshot: www.arte.tv]  | © FilmRise

Das Krankenhaus beherbergt die geschäftigste Entbindungsstation der Welt, in der zumeist Frauen aus den ärmeren Bevölkerungsschichten entbinden. Im Schnitt werden hier bis zu 100 Kinder pro Tag geboren. Seit der Gründung des Fabella Memorials im Jahr 1920 verzeichnete es insgesamt mehr als 100 Millionen Geburten.

Wie Armut die Überbevölkerung antreibt

Die Babyfabrik von Manila macht auf das zentrale Problem der Armut auf den Philippinen aufmerksam. Während wir uns im Stile der Bad Banks Gedanken darüber machen, ob wir in der Frankfurter Börsenwelt überleben würden, wird für viele Filipinas und Filipinos jeder Tag zum Überlebenskampf.

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Überfüllte Patientenbetten im Fabella zeigen das Ausmaß von Manilas Problemen [Screenshot: www.arte.tv/de/] | © FilmRise

Laut dem CIA World Factbook lebten 2017 21,6% der philippinischen Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. 12 Millionen der mehr als 100 Millionen Filipinos leben sogar in extremer Armut. Besonders die Landbevölkerung ist hiervon betroffen. Aus diesem Grund zieht es junge Menschen in die Städte, in der Hoffnung, dort Arbeit zu finden.

In der philippinischen Hauptstadt Manila wird ihre Situation jedoch kaum besser. Obwohl in der Metropole die Armutsrate deutlich niedriger ist (6,5%), wachsen die Slums und die Zahl ihrer Bewohner. Vielen jungen Frauen aus den Armenvierteln fehlt der Zugang zu Verhütungsmitteln, die in dem streng katholischen Land ohnehin als verpönt gelten.

Warum du Die Babyfabrik von Manila sehen solltest

Obwohl der philippinische Präsident Rodirigo Duterte vor seiner Wahl versprach, das Armutsproblem zu lösen, hat sich bis heute nicht viel verändert. Die Slums am Rande Manilas wachsen immer weiter an. Aktuell zählt die gesamte Metropolregion der Hauptstadt fast 13 Millionen Einwohner. Hält die aktuelle Entwicklung an, wird für 2020 sogar mit 20 Millionen Einwohnern gerechnet.

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Eine Schwester notiert die täglichen Patientenzahlen [Screenshot: www.arte.tv/de/] | © FilmRise

Das Dr. Jose Fabella Memorial Hospital steht beispielhaft für die Armuts- und Bevölkerungsproblematik Manilas. In Die Babyfabrik von Manila betrachtet Ramona Diaz diese Krise aus einem sehr persönlichen Blickwinkel. Diaz wirft dich unkommentiert mitten hinein in den Alltag der Entbindungsstation des Krankenhauses.

Im Gegensatz zur Doku Starbucks ungefiltert, bei der dir die Lust auf Coffee-to-go vergehen wird, will Die Babyfabrik von Manila nicht schockieren. Der Film betrachtet weniger das Gesamtbild, sondern geht auf die einzelnen Schicksale der Mütter ein, die im Fabella entbanden und dir im Verlauf der Doku immer vertrauter werden.

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Die Schicksale der Frauen im Fabella werden dich nachdenklich stimmen [Screenshot: www.arte.tv/de/] | © FilmRise

Ramona Diaz‘ Dokumentarfilm zeigt die Auswirkungen von Armut und veralteten religiösen Glaubenssätzen und der damit verbundenen Überbevölkerung auf das Individuum. Sie liefert eine äußerst menschliche Betrachtung auf eine Problematik, die uns als Gesellschaft in Zukunft mehr denn je beschäftigen wird.

 

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Manuel Schellhardt
Manuel würde gerne selber Filme machen. Da ihm aber noch das Equipment und know-how fehlt, schreibt er erstmal lieber über Filme und Serien. Vor allem Science-Fiction und Horror haben es ihm angetan.

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